Einsteiger Ferngläser + Die besten Tipps & Kaufberatung

Das beste Fernglas für Einsteiger
Mann mit Fernglas

Die richtigen Ferngläser für Einsteiger & Anfänger

  • eigenen Funktionsanspruch festlegen

  • Vergrößerung dem Gelände entsprechend auswählen

  • Größe des Objektivs passend zu Lichtverhältnissen wählen

  • altersgemäße Austrittspupille benutzen


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Mann mit Fernglas

Naturbeobachtung als Hobby

Die Bergspitze als idealer Beobachtungsposten
Die Bergspitze als idealer Beobachtungsposten

Ein Fernglas kann in allerlei Bereichen der Naturbeobachtung ein nützliches Werkzeug sein. An manche Tiere kommt man einfach nicht nah genug heran, ohne sie zu verschrecken. Dabei ist es so faszinierend, zu sehen, wie sich andere Lebewesen verhalten, wenn sie sich unbeobachtet glauben. Wusstest Du zum Beispiel, dass selbst Vögel niesen können? Es sieht ziemlich lustig aus! Abgesehen von so drolligen Beobachtungen schult das Hobby Deinen Blick fürs Detail. Nach und nach wirst Du Dich immer besser draußen zurechtfinden und die verschiedenen Tiere unterscheiden lernen. Es lohnt sich also nicht nur für Berufsgruppen wie Jäger oder Förstner, sondern auch für jeden Naturfreund, unterwegs stets ein Fernglas zur Hand zu haben. Mit dieser Seite sollte es Dir leichtfallen, ein Fernglas zu finden, das zu Deinen Bedürfnissen passt.

Funktionsweise eines Fernglases

Der Aufbau eines Fernglases

Grob gesprochen besteht jedes Fernglas aus drei Teilen. Das Okular ist der Bereich, durch den man in das Fernglas hineinblickt. Es besteht aus mehreren Linsen, die wie eine Lupe die Vergrößerung leisten. Das Objektiv besteht aus mehreren konvexen Linsen und sitzt ganz vorne am Fernglas. Es bündelt das Umgebungslicht in einem Brennpunkt. Da das Bild hinter dem Brennpunkt allerdings auf dem Kopf steht, braucht man Prismen. Die Prismen befinden sich im Inneren des Fernglases und leiten das gebündelte Licht so um, dass das auf dem Kopf stehende Bild wieder richtig herum auf das Okular trifft.

Einstellungen am Fernglas

An jedem guten Fernglas lässt sich der Abstand zwischen den Okularen einstellen. Er muss so auf die individuelle Pupillendistanz des Nutzers angepasst werden, dass ein rundes Gesamtbild entsteht. Wenn das Bild eher wie eine Acht wirkt- also zwei Bilder, die übereinander geschoben worden sind- ist der Abstand nicht korrekt gewählt.

Darüber hinaus lässt sich die Schärfe einstellen. Die Arretierung läuft meistens über ein Rädchen, das synchron die Position beider Okulare nach vorn oder nach hinten verschiebt.

Bauweisen von Ferngläsern

Ferngläser in zwei Bauweisen
Ferngläser in zwei Bauweisen

Porro-Ferngläser

Die Porro-Bauweise erkennst Du daran, dass die Okulare und Objektive versetzt angeordnet sind. Das Fernglas bekommt dadurch eine bauchige, etwas unhandliche Form. Der Lichtstrahl fällt gebündelt durch das Objektiv, wodurch das Bild zunächst auf dem Kopf steht. Dann wird es an der äußeren Kante von einem ersten Prisma um 90° Richtung Innenkante gedreht und von dort wiederum um 90° nach oben ins Okular gespiegelt. Diese Bauweise ist älter als die Dachtkant-Variante und kostengünstig in der Herstellung, da die Prismen nicht besonders komplex aufgebaut sind und sich relativ leicht ausrichten lassen.

  • günstiger in der Herstellung
  • eher unhandlich und schwer

Dachkant-Bauweise

Die Dachkantbauweise beinhaltet ebenfalls zwei Prismen, allerdings wird der Strahlengang an je zwei bzw. drei Punkten des Prismas umgeleitet. Der Strahlengang bekommt dadurch eine dreieckige Form, die an ein Hausdach erinnert. Aufgrund der Komplexität des Strahlengangs und der dadurch nötigen absolut präzisen Justierung, kosten diese Art Prismen mehr als die einfachen Porro-Prismen. Abgesehen davon erscheint das Bild durch ein Dachkant-Fernglas dunkler, da jeweils eine Seite des Prismas verspiegelt sein muss. Im niedrigen Preissegment sollte man die Qualität daher besser vor dem Kauf überprüfen. Ein Vorteil ist, dass sie weniger wiegen, enger gebaut werden können und darüber hinaus auch öfter komplett wasserdicht sind.

  • leicht und kompakt
  • hoher Anschaffungspreis

Ferngläser und ihre Anwendungsbereiche

1

Kompaktfernglas

Kompaktferngläser gehören zu den günstigsten Ferngläsern. Sie sind klein, sehr leicht und passen problemlos in jede Tasche, wodurch sie der perfekte Begleiter auf Spaziergängen, Radtouren oder Wanderungen sind. Die Vergrößerung, die sie liefern, liegt meistens zwischen 8 und 10 auf 1000m. Die Öffnungsgrößen bewegen sich zwischen 20 und 30mm. Die verbreitete Dachkant-Bauweise raubt zusätzlich etwas Licht und mindert die Bildqualität. Das Licht, das letztlich am Auge ankommt, reicht für kleinere Beobachtungen tagsüber vollkommen aus. In der Dämmerung oder nachts hat man damit allerdings keine Chance, etwas zu sehen. Hinzukommt, dass günstige Kompaktferngläser für Brillenträger nicht besonders komfortabel sind, meist muss die Brille abgesetzt werden.

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2

Universalfernglas

Universalferngläser sind schon etwas komfortabler als kompakte Ferngläser. In dieser Kategorie sind sowohl Dachkant-, als auch Porro-Bauweisen vertreten. Die Vergrößerungen reichen von Werten zwischen 8 und 12 auf 1000m. Die Öffnungen mit 42-50mm lassen schon deutlich mehr Licht hindurch und ermöglichen neben den Naturbeobachtungen bei Tageslicht auch brauchbare Beobachtungen während der Dämmerung. Darüber hinaus sind Universalferngläser oft auf Brillenträger vorbereitet. Bei einigen lassen sich die Gummikappen verstellen, wodurch auch Brillenträger das gesamte Sehfeld ausnutzen können. Einziger Nachteil ist, dass die Ferngläser durch die großen Linsen ein Gewicht von 600 bis 800g auf die Waage bringen. Einige Leute finden das für einen kurzen Spaziergang im Grünen zu schwer. Für die Vogelbeobachtung ist ein detailliertes Bild allerdings ideal.

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3

Dämmerungsglas

Wer frühmorgens oder abends Tiere in ihrem natürlichen Umfeld beobachten will, kommt um ein richtiges Dämmerungsglas eigentlich nicht herum, weshalb es besonders von Jägern und Förstern verwendet wird. Die Vergrößerungswerte sind mit 7- bis 9-facher Stärke moderat, um ein breites Gesichtsfeld zu behalten. Umso großzügiger sind dafür die Öffnungen mit 50-63mm. Zum Vergleich: Kleine Teleskope besitzen eine Öffnung von 70mm. Sie müssen so groß sein, um die maximale Menge an Licht im Halbdunkel einzufangen. Dämmerungsgläser sind fast ausschließlich in Porro-Bauweise zu haben, um die Lichtausbeute nicht zu schmälern. Dadurch sind sie allerdings ausladend und schwer. Sie lassen sich ohne ein Stativ kaum sinnvoll benutzen, da das kleinste Zittern der Muskulatur das Bild stört.

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Levenhuk Sherman PRO 10x50 Foto
4

Großfernglas

Großferngläser können ohne festen Beobachtungsstandort nicht verwendet werden. Die Öffnungen reichen von 70 bis 100mm Durchmesser und erlauben sogar die Beobachtung des Sternenhimmels. Allerdings braucht man dafür ein Stativ, die Ferngläser gibt es überwiegend mit Porro-Prismen. Sie sind eine gute Alternative zu kleinen Teleskopen, vor allem, weil sie die Augen nicht so stark beanspruchen. Der Vergrößerung sind mit Werten zwischen 15 und 40 keine Grenzen gesetzt, allerdings treibt sie den Preis gehörig in die Höhe.

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5

Marinefernglas

Marineferngläser sind eine besondere Kategorie von Fernglas, die es zumeist als Porro-Bauweise mit mittlerer Öffnung um die 50mm gibt. Üblich ist eine geringe Vergrößerung von 7 auf 1000m, um auf dem Wasser ein breites Sehfeld zu behalten. Stärkere Fokussierung wäre bei der einseitigen Umgebung nicht nur schwierig, sondern ist meistens auch nicht erforderlich. Wichtig sind hingegen zusätzliche Funktionen wie ein integrierter Kompass oder ein Entfernungsmesser, die im Sichtfeld eingeblendet werden. Solche Funktionen braucht man bei der normalen Tierbeobachtung nicht, auf dem Wasser können sie allerdings hilfreich sein, da sich Entfernungen schwerer abschätzen lassen. Eine absolute Wasserdichtigkeit und Resistenz gegen die Aggressivität von Salzwasser ist natürlich unabdingbar.

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6

Opernglas

Gänzlich aus der Kategorie der Naturbeobachtung fallen Operngläser. Der Vollständigkeit halber seien sie trotzdem erwähnt. Sie brauchen nur eine geringe Vergrößerung, die meistens bei 3 auf 1000m liegt. Die Öffnung entspricht der eines Kompaktfernglases mit 20-30mm. Allerdings besitzt ein Opernglas deutlich weniger Linsen als alle anderen Ferngläser. Die Bildqualität ist im kleinen Raum einer Oper, eines Theater oder bei einem Konzert absolut ausreichend, für die Naturbeobachtung ist sie ungenügend. Durch die Porro-Bauweise sind Operngläser ziemlich günstig zu haben und sehen trotzdem schick aus.

Klassisches Opernglas
Klassisches Opernglas

Kaufkriterien für Einsteiger

Vergrößerungsfaktor

Die erste technische Angabe, die man meistens schon im Produktnamen lesen kann, hat die Form 10 x 50. Der Wert vor dem Multiplikationszeichen gibt die Vergrößerung an und ist immer auf 100 Meter gerechnet. Der Abstand zum Beobachtungsobjekt geteilt durch die Vergrößerung gibt demnach an, wie nah einem das Objekt durch das Fernglas vorkommt.

Um bei dem Beispiel zu bleiben: Ein 50m entfernter Gegenstand erscheint bei 10-facher Vergrößerung nur 5m entfernt.

Vergrößerung durch eine Linse
Vergrößerung durch eine Linse

Das Sichtfeld

Aus der Angabe der Vergrößerung ergeben sich Konsequenzen für das Sichtfeld. Je höher die Vergrößerung, desto kleiner das Sichtfeld. Gerade ungeübte Beobachter sollten lieber eine kleinere Vergrößerung wählen, da das Fokussieren mit Abnahme des Sichtfelds schwieriger wird. Das Zurechtfinden in der stark vergrößerten Umgebung ist die eine Sache, die andere Schwierigkeit ist das Zittern der eigenen Hände. Auch nicht zu unterschätzen ist, dass die Helligkeit des Bildes mit zunehmender Vergrößerung abnimmt.

Sichtfeld durch ein Fernglas
Sichtfeld durch ein Fernglas

Objektivdurchmesser

Das Objektiv ist die Frontlinse am Fernglas. Ihr Durchmesser ist der zweite Wert hinter dem Multiplikationszeichen und wird grundsätzlich in Millimetern angegeben. Die Objektivlinse wird auch Sammellinse genannt, weil ihre Größe bestimmt, wie viel Licht von dem Fernglas aufgefangen werden kann. Je mehr Licht, desto heller das Bild, da die Lichtsammelkraft im Quadrat wächst. Öffnungen mit weniger als 50mm sind lediglich für den Gebrauch tagsüber gedacht, Größen darüber können in der Dämmerung benutzt werden und ab 70mm kann man sogar schon ganz gut den Sternenhimmel betrachten.

Lichtstärke

Die Lichtstärke ist ein theoretischer Wert, der sich aus der Verrechnung von Vergrößerung und dem Durchmesser des Objektivs ergibt. Dazu muss der Durchmesser durch die Vergrößerung geteilt werden. Das Ergebnis wird mit sich selbst multipliziert.

Dem obigen Beispiel (10 x 50) sähe die Rechnung dann so aus: 50:10=5, 5×5=25. Die Lichtstärke beträgt also 25.

Der Wert ist deshalb theoretisch, da auch die Vergütung der Gläser noch einiges dazu beiträgt, wie kontrastreich und hell das Bild erscheint. Um das Bild in seiner vollen Helligkeit wahrnehmen zu können, muss das Okular eine entsprechend große Austrittsöffnung haben, die der Pupillenweitung des Nutzers entspricht. Ist der Durchmesser des Okulars zu klein, erscheint das Bild dunkler.

Lichtsammelkraft einer menschlichen Linse
Lichtsammelkraft einer menschlichen Linse

Austrittsöffnung

Wie groß die Austrittsöffnung am Okular ist, lässt sich berechnen, indem man lediglich den Objektivdurchmesser durch die Vergrößerung teilt. Bei einer 10-fachen Vergrößerung und einer Objektivlinse mit 50mm beträgt die Austrittsöffnung 5mm.

Je nach Lichteinfall haben menschliche Pupillen einen Durchmesser von 1,5 (sehr hell) bis 7,5mm (Dunkelheit). Die Pupillen junger Menschen können sich noch bis zu bis zu 7,5mm weiten, bei Älteren geht die Flexibilität des Auges auf 3 bis 5mm zurück. Es lässt sich keine genaue Altersgrenze angeben, da die Augenmuskulatur bei jedem unterschiedlich stark beeinträchtigt ist. Daher fährt man am besten mit einem mittleren Wert von 4 oder 5. Wichtig ist vor allem, dass sich das Schauen nicht anstrengend anfühlt.

Variable Pupillengröße
Variable Pupillengröße

Dämmerungszahl

Ein weiterer wichtiger Indikator, wenn man frühmorgens oder abends Tiere beobachten möchte, ist die Dämmerungszahl. Wie hell ein Bild wahrgenommen werden kann, hängt mit der eben erwähnten Austrittspupille zusammen- denn wo kein Licht passieren kann, wird es auch nicht wahrgenommen. Um die Dämmerungszahl zu berechnen, nimmst Du die Wurzel aus der Vergrößerung und multiplizierst den Wert mit dem Durchmesser des Objektivs.

(√10×50) = 22,36 ≈ 22,4

Wenn Du die Dämmerungszahl wiederum mit 10 multiplizierst, kennst Du den Abstand (hier: 224 m), den Du maximal zum Beobachtungsobjekt einnehmen kannst, ohne dass das Bild an Schärfe und Helligkeit verliert. Als Faustegel eignet sich, im Hinterkopf zu behalten, dass der Wert zwischen 12 und 25 liegen sollte. Je höher die Zahl, desto besser das Bild.

Hochsitz in der Dämmerung
Hochsitz in der Dämmerung

Tauglichkeit für Brillenträger

An den allermeisten Okularen sind Augenmuscheln aus Gummi, die sich abnehmen lassen. Sie sollen das Auge zum einen in den richtigen Abstand zum Fernglas bringen und es außerdem vor störendem Umgebungslicht schützen. Der richtige Abstand ist wichtig, damit die Austrittsöffnung genau parallel zur menschlichen Pupille liegt. Die Sehhilfe nimmt zusätzlichen Platz ein und ist oft nicht mit den Gummikappen kompatibel. Deshalb sollten Brillenträger beim Kauf darauf achten, dass sich diese abnehmen oder sogar verstellen lassen.

Es gibt auch spezielle Brillenträgerokulare bei denen die Austrittspupille so nach hinten versetzt ist, dass man auch mit Brille bequem das gesamte Sehfeld wahrnehmen kann.

Fernglas speziell für Brillenträger
Fernglas speziell für Brillenträger

Gewicht

Ein wenig technisches, aber vornehmlich praktisches Kaufkriterium ist das Gewicht des Fernglases. Je größer die Linsen und die Prismen, die im Inneren verbaut sind, desto schwerer wird das Fernglas. Ferngläser mit Objektivdurchmessern zwischen 30 und 42 Millimetern wiegen ca. 550-800g. Darüber ist die Spanne ab 1000g nach oben hin offen. Für Letztere solltest Du Dir unbedingt ein Stativ zulegen, denn solche Ferngläser kann man nicht mehr gut über mehrere Minuten ruhig halten.

Vergütung von Ferngläsern

Dieser Punkt ist schon eher für Fortgeschrittene. Häufig sieht man, dass Ferngläser eine leichte Färbung aufweisen. Das liegt an der Vergütung. Alle guten Ferngläser enthalten mehrere Linsen, die hintereinander gelagert sind. Durch den Abstand zwischen ihnen kann sich Streulicht ausbreiten, das nicht nur einen Verlust an Gesamtlichtstärke, sondern auch störende Reflexionen bedeutet. Um Reflexionen zu verringern, werden Metallsalze im µm-Bereich auf die Oberflächen der Linsen gedampft. Ob eine Vergütung hochwertig ist, erkennst Du, indem Licht, das Du auf die Linsen fallen lässt, nur ganz minimal reflektiert wird. Am besten vergleichst Du einige Ferngläser miteinander, um die Unterschiede kennenzulernen.

Vielleicht stolperst Du außerdem über den Begriff Phasenvergütung. Damit ist die Vergütung eines Dachkant-Prismas im Inneren gemeint. Durch die Reflexion verschieben sich die Lichtwellen, was Einfluss auf die Auflösung und den Kontrast hat. Das lässt sich durch Vergütung ebenfalls beheben.

Lichtspektren fallen durch Prisma
Lichtspektren fallen durch Prisma

Druckwasserdichte

Eine letzte Überlegung, die vor allem relevant wird, wenn Du Dich mit dem Fernglas in feuchten Gebieten aufhältst oder es zum Segeln, etc. mitnehmen möchtest, ist die Druckwasserdichte. Es gibt spezielle Schutzklassen, in die Ferngläser, aber auch andere Geräte aufgrund ihrer Wasserdichtigkeit eingeteilt werden. Für Ferngläser wird ein Schutz ab der IPX4-Klasse interessant, da das Fernglas wirkungsvoll gegen Spritzwasser geschützt ist. Um eine Druckwasserdichte zu erreichen, müssen allerdings die Schutzklassen von IPX5 bis IPX8 erfüllt sein. Sie prüfen, ob das Fernglas starkes Strahlwasser und zeitweiliges, sowie dauerndes Untertauchen aushält, ohne Wasser ins Gehäuse eindringen zu lassen.

Strahlwasserdichte eines Fernglases
Strahlwasserdichte eines Fernglases

Finde ein Fernglas, das perfekt zu Dir passt

  • Wofür benutzt Du Dein Fernglas am häufigsten?

    Du willst nur ab und zu mal beim sonntäglichen Spaziergang beobachten, was im Wald so passiert? Dafür ist ein Glas mit einer geringen Vergrößerung von 7 oder 8 und einem maximalen Objektivdurchmesser von 50 absolut angemessen. Wenn Du aber Tiere anhand ihrer Merkmale unterscheiden lernen willst, bietet sich eine Vergrößerung von 10 und ein entsprechend großer Objektivdurchmesser von 40-50mm an. Damit macht das Beobachten Spaß, denn Du erhältst ausreichend helle und vor allem detaillierte Bilder. An sehr hellen Standorten wie auf den Bergen kannst Du auch Ferngläser mit geringer Objektivöffnung und moderater Vergrößerung wählen, damit wirst Du genug sehen.

  • Lieber Porro- oder Dachkant-Prismen?

    Wenn Dein Geldbeutel keine riesigen Summen hergibt, ist es oft klüger, zu einem Fernglas mit Porro-Prisma zu greifen. Diese sind in der Herstellung deutlich erschwinglicher und bedürfen keiner aufwendigen Phasenvergütung wie die Dachkant-Prismen. Außerdem ist die präzise Ausrichtung nicht ganz so komplex.

    Daher sind sie gerade im niedrigen Preissegment oft qualitativ hochwertiger. Du bekommst ein besseres Porro-Fernglas für weniger Geld- im Vergleich zu den meisten Dachkant-Varianten. Nachteile sind ihre Größe und ihr Gewicht, aber das lässt sich zur Not auch durch ein Stativ auffangen.

  • Hilfsmittel für Brillenträger

    Falls Du Brillenträger bist, empfiehlt es sich, entweder ein Fernglas mit abnehmbaren Gummikappen oder ein Fernglas mit einem speziellen Brillenokular zu kaufen. Ansonsten wird das Beobachten schnell anstrengend.

  • Helle Bilder erzielen

    In einer lichtschwachen Umgebung solltest Du auf einen großen Objektivdurchmesser setzen, ansonsten wird das Bild zu dunkel und kontrastarm. Wann immer Du in der Dämmerung unterwegs bist, müssen also Öffnungsgrößen von 50mm und mehr her.

Ferngläser für Einsteiger im Vergleich 09/2020

PrismenformPorroprismaDachkant-PrismaPorroprismaDachkant-Prisma
ProduktLevenhuk
Sherman PRO 8x42
Meade
Wilderness 8x42
Tasco
Focus Free 7x35
Opticron
Discovery WP PC 7x42 DWCF
Bild
Levenhuk Sherman PRO 8x42 Foto
Meade Wilderness 8x42 Foto
Tasco Focus Free 7x35 Foto
Opticron Discovery WP PC 7x42 DWCF Foto
Vergrößerung 8877
Objektivdurchmesser 42423542
Dämmerungszahl 18,318,315,617,15
Set Umfang Das ist im Fernglas-Einsteigerset enthalten ...
MaterialGummiarmierung MaterialGummiarmierung MaterialGummiarmierung MaterialKunststoff Material
flexible Augenmuschelndrehbar flexible Augenmuschelndrehbar flexible Augenmuschelndrehbar flexible Augenmuschelndrehbar flexible Augenmuscheln
Vergütungmehrfach Vergütungmehrfach Vergütungmehrfach Vergütungmehrfach Vergütung
Brillenträgerokular Brillenträgerokular Brillenträgerokular BrillenträgerokularDioptrienausgleich +/-4,5 Brillenträgerokular
Spritzwasserfestigkeit Spritzwasserfestigkeit Spritzwasserfestigkeit Spritzwasserfestigkeit Spritzwasserfestigkeit
Druckwasserdichtigkeit Druckwasserdichtigkeit Druckwasserdichtigkeit Druckwasserdichtigkeit Druckwasserdichtigkeit
Gewicht850g Gewicht530g Gewicht580g Gewicht690g Gewicht
Tragriemen Tragriemen Tragriemen Tragriemen Tragriemen
Schutztasche Schutztasche Schutztasche Schutztasche Schutztasche
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Das beste Zubehör für Ferngläser

  • Stativ Foto
  • Stativadapter Foto
  • Gabelmontierung Foto
  • Fernglastasche Foto
  • Tragriemen Foto

Alles, was Anfänger über Ferngläser wissen müssen

Wie ist ein Fernglas aufgebaut?

Ein Fernglas bilden, grob gesprochen, zwei Fernrohre, die miteinander verbunden sind. Jedes Fernrohr besteht im Inneren aus einem Okular, einem Prisma und einem Objektiv. Der Beobachter blickt durch das Okular ins Fernrohr, da dieses für die Vergrößerung des Bildes zuständig ist. Eingefangen wird das Bild von der Objektivlinse, die sich ganz vorne an der Öffnung befindet. Sie sammelt das Umgebungslicht, das von dem Gegenständen reflektiert wird und bündelt das Licht, wodurch ein stark komprimiertes Bild entsteht. Dieses wird auf die Prismen geworfen und von dort so reflektiert, dass es sich um 90° dreht und “richtig herum” durch das Okular gesehen wird.

Welche Fernglas-Marken oder Hersteller sind die besten?

So pauschal lässt sich das schwer beurteilen, da Hersteller auf unterschiedliche Bereiche des Marktes abzielen. Omegon zum Beispiel stellt überwiegend Hobby-Ferngläser oder Teleskope her, die dementsprechend günstig sind. Es ist eine gute Marke und ab 150€ aufwärts findet man da schon ordentliche Ferngläser, die für den Hobbygebrauch perfekt sind, aber natürlich findet man dort nicht die High-End-Modelle. Auch Marken wie Bresser oder Bushnell gehört in die mittlere Sparte und sind qualitativ solide, aber bezahlbar. Wer wirklich teure und dementsprechend hochwertige Ferngläser kaufen will, hält sich an Zeiss, Leica oder Swarovski Optic, denn diese Firmen sind wahre Meister in der Veredelung von optischen Linsen.

Was bedeuten die Zahlen 10x50 am Fernglas?

Jedes Fernglas kommt mit einer solchen Zahlenkombination daher. Die Werte vor dem Multiplikationszeichen reichen von 3 bis 12, die dahinter von 25 bis über 100. Der erste Wert gibt die Vergrößerung an, die mit dem Fernglas auf 100m erzielt werden kann, der zweite steht für den Durchmesser des Objektivs und ist in Millimetern angegeben. Mithilfe dieser Angaben lässt sich außerdem berechnen, welche Abstände scharf gesehen werden können, wie leistungsstark das Fernglas in der Dämmerung arbeitet und wie hell die Bilder insgesamt ausfallen.

Welche Vergrößerung ist am Fernglas sinnvoll?

Es kommt darauf an, wie detailliert Du etwas betrachten willst und wie mobil Du dabei gleichzeitig sein möchtest. Ein Fernglas mit sehr starker Vergrößerung (10 und mehr) ist zwar toll, weil es Dir (vorausgesetzt, die Objektivöffnung ist genügend groß) ein unheimlich detailliertes Bild liefert, der Nachteil ist allerdings, dass das Gerät dadurch sehr schwer und unkomfortabel zu halten wird.

Die meisten Vogelkundler setzten deshalb auf eine moderate Vergrößerung und Objektivöffnung, zum Beispiel 8×42. Das reicht ebenfalls, um Tiere ganz genau unter die Lupe zu nehmen, aber der Transport ist weniger strapaziös und man benötigt kein Stativ. Abgesehen davon ist das Anvisieren leichter, weil das Sichtfeld nicht durch zu starke Vergrößerung eingeschränkt ist.

Welches Fernglas brauche ich für die Astronomie und um Sterne gut zu sehen?

Da das Licht nachts so schwach ist, solltest Du ein Fernglas mit einer Öffnung von mindestens 70mm oder eher mehr kaufen. Allerdings werden solche Ferngläser schnell so richtig teuer. Du kannst auch überlegen, Dir ein Teleskop zu kaufen. Die Beobachtung ist zwar weniger komfortabel, allerdings bekommst Du besser Vergrößerungen und Öffnung für einen geringeren Preis als bei einem Fernglas, wo beides in zweifacher Ausführung finanziert werden muss.

Welches Fernglas sollte ich für Kinder kaufen?

Am besten ist es, am Anfang ein Fernglas mit geringer Vergrößerung zu kaufen, sonst kann das neue Hobby schnell frustrierend werden. Das Fokussieren ist schwierig, wenn das Sichtfeld klein ist und die motorischen Fähigkeiten noch nicht so präzise ausgebildet sind, dass das Anpeilen oder Verwackeln gelingt. Außerdem kann man ein Tier besser in seinen Bewegungen verfolgen, solange das Sichtfeld groß genug ist.

Bilderquellen: © Monika Wisniewska , © AungMyo , © barbulat , © butus , © J.M. Image Factory , © Goffkein , © Alessandro Grandini , © Vectortatu , © rolaloe , © highwaystarz , © Guy Sagi - Fotolia.com / Adobe Stock
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