Einsteiger Plattenspieler - Den richtigen Schallplattenspieler finden und Vinyl abspielen

Guide: Plattenspieler für Neu- und Wiedereinsteiger

5 Merkmale eines einsteigerfreundlichen Plattenspielers

  • Hochwertige Verarbeitung für die Langlebigkeit
  • Halb- oder Vollautomatik für hohen Bedienkomfort
  • Riemenantrieb für den störungsfreien Betrieb & Klang
  • USB-Anschluss für die Digitalisierung von (alten) Platten
  • Integrierter Phono-Vorverstärker zum Anschluss an die Stereoanlage ohne weiteres Zubehör

Der Einstieg in die Welt des Vinyls

Musik auf einem Schallplattenspieler abzuspielen und zu hören gilt als etwas ganz Besonderes. So wird der Klang oftmals als klarer und schöner empfunden als es bei digitalen Abspielmedien wie MP3-Dateien oder der aussterbenden CD der Fall ist. Genau aus diesem Grund befindet sich das totgeglaubte Vinyl mittlerweile wieder auf dem Einzug in viele Haushalte. Nostalgiker schätzen zudem die Möglichkeit, ihre alten Schätzchen heraus zu kramen und die alten Platten wieder hören zu können. Der Plattenspieler scheint also eine glorreiche Vergangenheit wie Zukunft gleichermaßen zu haben.

Als Einsteiger ins Thema erfährst du im Folgenden mehr rund um Vinyl und lernst, worauf es bei einem Plattenspieler ankommt. Außerdem haben wir gute Plattenspieler für Dich als Neu- oder Wiedereinsteiger in die Welt des Vinyls ausgewählt.

Der Schallplattenspieler früher

Der US-Amerikaner Emil Berliner gilt als Erfinder der Schallplatte und des Grammophons, für das er das Patent im Jahr 1887 anmeldete. Bis in die 1950er Jahre hörte man Musik mittels Schellackplatten, welche daraufhin vom leichteren Vinyl abgelöst wurden. Mit dieser Erfindung kam auch das Stereo-Signal einher und die Tonqualität wurde deutlich gesteigert.

So kam es, dass der Vinyl-Schallplatte von 1920 bis weit in die 1960er Jahre eine Vormachtstellung auf dem Musikmarkt zugeschrieben werden kann. Seit den 1990er Jahren wurde das Vinyl-Monopol mehr und mehr durch andere Tonträger wie die Kassette, die CD und digitale Audiodateien aufgebrochen, ganz ausgestorben ist der Plattenspieler jedoch nicht.

Der Plattenspieler heute

Heute haben sich die Absatzzahlen für Plattenspieler wieder von der Digitalisierung erholt und steigen sogar wieder an. Natürlich wird der Großteil der Musik digital konsumiert, zum Beispiel über den iTunes Store oder Streaming Anbieter wie Spotify. Aber dennoch liegen Retro, inklusive dem analogen Plattenspieler und Vinyl voll im Trend. Wer sich selbst als Musikliebhaber sieht und die Musik von einem physischen Tonträger abspielen möchte, greift zur Platte statt zur CD. Vinyl lebt und mit ihm die schönen, großformatigen Plattencover.

Auch der Plattenspieler-Markt hat dies erkannt und bietet mittlerweile wieder eine Vielzahl an Modellen an, immer mehr sogar mit USB-Anschluss und einer Digitalisierungs-Funktion für deine alten Platten.

Der Aufbau eines Plattenspielers

Die Grafik oben verdeutlicht den Aufbau eines Vollautomatik-Plattenspielers, der aber natürlich auch repräsentativ für halbautomatische oder manuelle Plattenspieler steht. Bei den letzten beiden Varianten fehlen dann natürlich ein paar Tasten bzw. Funktionen. Generell unterscheidet sich die Optik von Hersteller zu Hersteller auch, beispielsweise was die Anordnung von Knöpfen angeht.

Du wirst schnell merken, dass viele Knöpfe, Regler und Funktionen einzig und allein dem Bedienkomfort zu Gute kommen. So legen DJs beispielsweise Wert auf einen Pitch-Controller, mit dem sich die Abspielgeschwindigkeit variieren lässt. Das ist für die meisten Einsteiger bereits zu viel Schnick Schnack. Interessanter wird es hingegen sein, sich mit dem Unterschied zwischen den verschiedenen Mechaniken manueller, halbautomatischer und vollautomatischer Plattenspieler auseinanderzusetzen.

Grundbestandteile eines Plattenspielers

Gewisse Bestandteile hat ein Plattenspieler aber immer. So besteht er immer aus dem Spieler mit Tonarm an sich und dem Systemhalter, welcher auch als Tonabnehmer bezeichnet wird. Praktisch ist, dass dieser bei Verschleiß ausgetauscht bzw. durch ein hochwertigeres Modell für besseren Klang ersetzt werden kann. Gegebenenfalls kann auch die Nadel, die sich im Systemabnehmer befindet und den Klang erzeugt, separat ausgetauscht werden. Das zentrale Element eines Plattenspielers stellt der Plattenteller mit Plattenbelag dar, auf den die Vinyl-Platte gelegt wird. Das Loch der Platte kommt dabei zur Fixierung auf die Plattentellerachse. Die Drehzahl ist genormt, sodass jeder Plattenspieler die beiden Geschwindigkeiten 33 und 45 Umdrehungen pro Minute abspielen kann. 33 Umdrehungen gelten dabei für 12″ Langspielplatten, umgangssprachlich auch LPs genannt, und 45 Umdrehungen für Singles mit 7″ oder Maxi-Singles mit 12″, den sogenannten EPs.

Die drei grundlegenden Mechaniken im Überblick

manuell

Manuelle Plattenspieler

Bei einem manuellen Plattenspieler musst du alles selbst machen. Das ist zum Glück aber nicht schwierig: Zum Abspielen einer Platte muss der Tonarm vorsichtig auf den Plattenteller geführt werden. Das Ende der Platte wird nicht automatisch erkannt. Jede Vinyl-Platte besitzt aber eine Endlos-Rille, in welcher der Tonarm unendlich weiterläuft. Du musst daher zum Stoppen der Platte händisch den Tonarm zur Tonarmablage zurückführen.

  • Automatisches Abspielen einer Platte
  • Automatisches Beenden einer Platte
halbautomatisch

Halbautomatik

Die Halbautomatik bietet etwas mehr Bedienkomfort, denn bei einem halbautomatischen Plattenspieler wird das Ende einer Platte erkannt und der Tonarm automatisch zurückgeführt. Allerdings musst Du zum Abspielen der Platte weiterhin manuell den Tonarm auf die Platte führen und absetzen. Und auch, wenn du die Platte vorzeitig beenden möchtest, muss selbst Hand angelegt werden. Dennoch ist die Halbautomatik ein praktisches Feature.

  • Automatisches Beenden einer Platte
  • Automatisches Abspielen einer Platte
vollautomatisch

Vollautomatik

Ein vollautomatischer Plattenspieler bietet den höchsten Bedienkomfort, weshalb wir ihn Dir als Einsteiger empfehlen würden. Zum Abspielen und vorzeitigen Beenden musst Du lediglich den entsprechenden Knopf drücken und der Plattenspieler führt den Tonarm selbstständig zur Platte oder zurück. Natürlich erkennt der vollautomatische Plattenspieler auch das Ende einer Platte und führt den Tonarm dann automatisch wieder zurück.

  • Automatisches Abspielen einer Platte
  • Automatisches Beenden einer Platte

Wie schließe ich den Plattenspieler an?

Plattenspieler an die Stereoanlage anschließen

Grundsätzlich ist das Signal, das von Plattenspielern ausgegeben wird, sehr leise. Aus diesem Grund war es früher üblich, dass der Verstärker bzw. Receiver einer Stereo-Anlage über einen Phono-Eingang verfügen, mit dem das leise Signal verstärkt wird und entsprechend laut an die Boxen der Anlage weitergeleitet wird. Besitzt dein Equipment also einen Phono-Eingang, kannst Du den Plattenspieler ganz einfach daran anschließen. Allerdings verfügen heute nur noch sehr hochwertige und meist kostspielige Anlagen über einen solchen Anschluss. Was also tun, wenn kein Phono-Eingang vorhanden ist?

Des Rätsels Lösung ist ein Phono-Vorverstärker, welchen Du zusätzlich anschaffen musst. Dieser wird zwischen den Plattenspieler und die Stereoanlage geschaltet und verstärkt dann ebenfalls das Signal. Du solltest die Kosten für einen Vorverstärker, der zum Teil auch Entzerrvorverstärker genannt wird, also von vornherein mit einplanen. Alternativ kannst Du auch einen Plattenspieler mit integriertem Phono-Vorverstärker kaufen. Dann wird kein externer Verstärker mehr benötigt. So oder so, verbindest Du die Stereoanlage dann, je nach Modell, über einen AUX- oder Cinch-Eingang und kannst deine Platten genießen.

Plattenspieler an den Computer anschließen

Viele neue Modelle werden mit der Möglichkeit zur Digitalisierung von Platten beworben. In diesem Fall verfügt der Plattenspieler selbst über einen USB-Anschluss, was sehr praktisch ist. Auf diese Weise kannst Du den Plattenspieler ganz einfach mit einem herkömmlichen USB-Kabel an den Computer anschließen.

Verfügt dein Plattenspieler hingegen über keinen USB-Anschluss, gibt es trotzdem eine Möglichkeit, den Plattenspieler mit dem Computer zu verbinden. In diesem Fall kannst Du zum Beispiel ein Cinch-Klinke-Kabel vom Verstärker-Ausgang (Tape) zum analogen Audio-Eingang des PCs führen, sofern der Verstärker über einen solchen Ausgang verfügt. Ist dies nicht der Fall, muss ein Phono-Vorverstärker, der über einen USB-Anschluss verfügt, mit einem RCA-Kabel an den Plattenspieler angeschlossen werden. Dann kann die Verbindung zum Computer über den Phono-Vorverstärker mit einem USB-Kabel hergestellt werden.

Alles rund ums Anschließen des Plattenspielers

  • Yamaha HiFi Stereo Verstärker mit Phono-Eingang Foto
    Yamaha HiFi Stereo Verstärker mit Phono-Eingang
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    Hama Stereo Phono-Vorverstärker
  • KabelDirekt 2 Cinch zu 2 Cinch Kabel Foto
    KabelDirekt 2 Cinch zu 2 Cinch Kabel
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    deleyCON USB A zu USB A Kabel

Integrierte Lautsprecher & Bluetooth-Streaming

Plattenspieler mit Lautsprechern

Es gibt auch Plattenspieler-Modelle, bei denen ein Anschluss an die Stereoanlage nicht notwendig bzw. nur optional ist. Denn dank integrierter Lautsprecher können Platten eigenständig abgespielt werden. Viele dieser Modelle finden sich in Form eines Koffers, sodass der Plattenspieler auch ideal zum Mitnehmen ist. Dies ist vor allem für Einsteiger eine tolle und einfache Möglichkeit Platten zu hören. Allerdings müssen logischerweise Abstriche im Klang in Kauf genommen werden. Die verbauten Lautsprecher können selbstverständlich nicht mit dem Sound einer Stereoanlage mithalten.

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auna Retro Plattenspieler Koffer Foto

Plattenspieler mit Bluetooth

Viele der einsteigerfreundlichen Koffer-Modelle verfügen außerdem über Bluetooth. Allerdings funktionieren diese Low-End Plattenspieler meist nur als Bluetooth-Empfänger. Das heißt, es ist nur möglich, Musik vom Handy auf die Lautsprecher des Plattenspielers zu streamen. Nicht aber umgekehrt die abgespielten Platten via Bluetooth auf andere Boxen zu streamen.

Für diese Zwecke gibt es aber ein paar High-End-Plattenspieler Modelle, die den Anspruch haben, digitalen und analogen Musikgenuss zu kombinieren. Dafür, dass der Plattenspieler zusätzlich über einen Bluetooth-Sender verfügt muss man aber dementsprechend in die Tasche greifen.

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Teac TN-400BT-MS Foto

Was ist besser: Riemen- oder Direktantrieb?

Riemenantrieb

Riemenantrieb bedeutet, dass der Motor und der Plattenteller mittels eines kleinen Gummiriemens verbunden sind. Der Riemen umschließt den Plattenteller und führt zum Motor, welcher entweder an der Seite oder durch einen Sockel getrennt unter dem Teller liegt. Auf diese Weise wird der Plattenteller bewegt, was eventuell eine kleine Verzögerung hinsichtlich der Drehzahl mit sich bringt. Dafür ist durch die Entkopplung von Motor und Plattenteller ein ruckel- bzw. störungsfreier Betrieb gewährleistet, da der Riemen Vibrationen und andere Störgeräusche absorbiert. Aus diesem Grund wird Plattenspielern mit Riemenantrieb oftmals ein besserer Klang zugeschrieben.

  • Empfehlung: für alle, die nur Musik hören wollen
  • Absorption von Vibrationen & Störgeräuschen
  • Vermeintlich besserer Klang aufgrund des Antriebs
  • Niedrigeres Drehmoment
  • Riemen sollte ab und an gewechselt werden
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Dual DT 400 Foto

Direktantrieb

Wie der Name vermuten lässt, entspricht beim Direktantrieb die Achse des Plattentellers auch der des Motors. Dadurch wird schnell das gewünschte Drehmoment erreicht und auch bei ausgeschaltetem Plattenspieler ist der Plattenteller beweglich – und das in beide Richtungen. Besonders aufgrund dieser beiden Aspekte sind derartige Plattenspieler vor allem bei DJs beliebt, darüber hinaus sind dann häufig Funktionen wie ein Pitch-Controller mit an Bord. Leider hat die Sache auch einen Haken. Die Platten können, vor allem bei günstigen Modellen, leicht ruckeln und auf diese Weise Kratzer verursachen. Dadurch nimmt dann natürlich auch die Klangqualität ab.

  • Empfehlung: für alle mit DJ-Ambitionen
  • Höheres Drehmoment; sofort einsatzbereit
  • Flexibel beweglicher Plattenteller, evtl. mit weiteren Features
  • Vermeintlich schlechterer Klang durch Ruckeln
  • Gefahr, dass Platten verkratzen
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Audio Technica AT-LP120USBHC Foto

Zubehör für Plattenspieler mit Riemen- oder Direktantrieb

  • Thakker Ersatz-Riemen für Denon DP 200 Foto
    Thakker Ersatz-Riemen für Denon DP 200
  • Thakker Ersatz-Riemen für Sony PS-LX 300 Foto
    Thakker Ersatz-Riemen für Sony PS-LX 300
  • Viborg Vinylbeschwerer Foto
    Viborg Vinylbeschwerer
  • Fonoteck Anti-Rutsch-Plattentellerauflage Foto
    Fonoteck Anti-Rutsch-Plattentellerauflage

Gute Einsteiger-Plattenspieler im Vergleich

TypHalbautomatikVollautomatikVollautomatikManuellVollautomatik
ProduktKarcher
KA 8050
Sony
PS-LX 300
Denon
DP 200
Dual
DTJ 301.1
Denon
DP-300 F
Bild
Karcher KA 8050 Foto
Sony PS-LX 300 Foto
Denon DP 200 Foto
Dual DTJ 301.1 Foto
Denon DP-300 F Foto
Kundenbewertung
189 Bewertungen
98 Bewertungen
62 Bewertungen
494 Bewertungen
59 Bewertungen
Antrieb RiemenantriebRiemenantriebRiemenantriebDirektantriebRiemenantrieb
Farbe silberschwarzschwarz, silberschwarz, silberschwarz, silber
Lieferumfang Schallplattenspieler, 2 Lautsprecher, BedienungsanleitungSony PS-LX300USB Plattenspieler, Bearbeitungssoftware (Windows Vista/XP kompatibel), BedienungsanleitungPlattenspieler, DP-200USB, Editier-Software, Audio-AnschlusskabelHaupteinheit, Plattenteller, Tonabnehmersystem, Abdeckhaube, Gegengewicht, Zentrierpuck, USB-Kabel, AnleitungPlattenspieler schwarz, MM-Tonabnehmer
Set Umfang Das ist im Plattenspieler-Einsteigerset enthalten ...
33 & 45 U/Min
Integrierter Phono-Vorverstärker
Integrierte Lautsprecher
USB-Anschluss
Line-Out
Kopfhörer-Anschluss
DJ-Funktion
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Zubehör für Vinyl Einsteiger

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    LP Schutzhüllen
  • Dual Ersatznadel für DTJ 301.1 Foto
    Dual Ersatznadel für DTJ 301.1
  • Digitale Tonarmwaage Foto
    Digitale Tonarmwaage

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Bilderquellen: © auremar , © Miroslaw , © bramgino - Fotolia.com
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