Einsteiger Mikroskope + Die besten Tipps & Kaufberatung

Ein einfaches Mikroskop fĂŒr Einsteiger
Mikroskopikern

Mit diesen Tipps kriegst Du ein solides Einsteiger-Teleskop

  • Nicht viele möglichst große Objektive kaufen, sondern am besten drei unterschiedliche GrĂ¶ĂŸen mit hochwertiger optischer Verarbeitung auswĂ€hlen

  • Schau auf einem seriösen Gebrauchtwarenmarkt nach MarkengerĂ€ten von Zeiss, Leica oder Nikon

  • Kinder-Mikroskope taugen nicht viel. Schau mindestens nach GerĂ€ten fĂŒr Studenten oder besser nach noch professionelleren GerĂ€ten


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Mikroskopikern

Einstieg: Mikroskopie als Hobby

Mikroskopie ist ein ganz besonders spannender Bereich der Naturbeobachtung. Anders als mit einem Teleskop oder einem Fernglas vergrĂ¶ĂŸert man mit diesem Instrument nicht die großen Objekte in der Welt oder die am Sternenhimmel, sondern man macht die Strukturen sichtbar, aus denen sie aufgebaut sind. Mit einem Mikroskop kannst Du also beobachten, wie einzelne Teile von Pflanzen oder Insekten genau aufgebaut sind oder wie sich eine Bakterienpopulation vergrĂ¶ĂŸert. Damit Du sinnvoll einschĂ€tzen kannst, wie man an das Hobby Mikroskopie am besten herangeht und welches GerĂ€t fĂŒr Einsteiger sinnvoll ist, erklĂ€ren wir Dir hier, wofĂŒr die einzelnen Mikroskope eingesetzt werden und was Dein Mikroskop an Mindestanforderungen erfĂŒllen sollte, um Dich eine ganze Weile begleiten zu können.

Vater und Tochter beim Mikroskopieren
Vater und Tochter beim Mikroskopieren

Funktionen von Lichtmikroskopen

Aufbau des Lichtmikroskops

Das Lichtmikroskop ist das Ă€lteste bildgebende GerĂ€t zur Erforschung von Strukturen, die weit kleiner sind, als das, was unser Auge normalerweise hochauflösend auf einer Distanz von 25cm erkennen kann. Seine Arbeitsweise ist vergleichbar mit der eines Teleskops oder Fernglases. Hinein blickt man durch ein Okular, das einen Teil der VergrĂ¶ĂŸerungsleistung erbringt. Unterhalb des Tubus befinden sich drei verschiedene Objektive, die den anderen Teil der VergrĂ¶ĂŸerung ĂŒbernehmen. Auf dem Objekttisch wird der ObjekttrĂ€ger mit der prĂ€parierten Probe eingespannt. Der Kondensor bĂŒndelt das Licht aus der Lichtquelle, um ein möglichst helles Bild zu erzeugen.

Beleuchtung von Lichtmikroskopen

GrundsĂ€tzlich werden Auf- und Durchlichtmikroskope unterschieden. Der klassische Aufbau ist der eines Durchlichtmikroskops, bei dem das PrĂ€parat von unten durchleuchtet wird und so die Kontraste der Struktur sichtbar werden. Da die Lichtquelle nicht zu weit vom Objektiv entfernt sein darf, können hiermit nur kleine Proben untersucht werden, die zwischen Objekttisch und Objektiv passen. Beim GegenstĂŒck, dem Auflichtmikroskop, werden die Proben von oben beleuchtet, wodurch mehr Platzfreiheit gegeben ist.

Durchlicht am Mikroskop
Durchlicht am Mikroskop

Anzahl an Okularen

Des Weiteren unterscheiden sich die Mikroskope an der Zahl der Okulare, durch die in sie hineingeblickt werden kann. Es gibt Monokular-Mikroskope, durch die man nur mit einem Auge beobachten kann- wie bei einem Teleskop. Binokular-Mikroskope sind deutlich entspannter fĂŒr die Augen. Trinokular-Mikroskope sind praktisch fĂŒr alle, die Fotografien anfertigen wollen, da man normal weiter beobachten und das Bild justieren kann, wĂ€hrend man die Kamera bedient.

Die Okularanzahl an Mikroskopen variiert
Die Okularanzahl an Mikroskopen variiert

Verwendung von Lichtmikroskopen

Da Lichtmikroskope das PrĂ€parat durchleuchten, sind sie nicht dafĂŒr gedacht, eine OberflĂ€che detailliert sichtbar zu machen. Die Probe muss hauchdĂŒnn geschnitten sein, damit auch tatsĂ€chlich etwas zu sehen ist. Du kannst es beispielsweise verwenden, um Dir Wasserproben mit Plankton oder winzigen Algen anzusehen. Auch geschnittene Pflanzenteile eignen sich, sofern sie so hauchdĂŒnn geschnitten sind, dass Licht genĂŒgend hell passieren kann.

Abgesehen vom rein biologischen Interesse werden Lichtmikroskope professionell vor allem in der allgemeinen Medizin oder in der Rechtsmedizin verwendet. Als Hobby-Mikroskopiker wirst Du aber wohl selten Blut, Urin oder andere Zellprodukte untersuchen.

Zwiebelzellen unter dem Mikroskop
Zwiebelzellen unter dem Mikroskop

Inverse Mikroskope

Bei einem inversen Mikroskop handelt es sich um ein Durchlichtmikroskop, dessen Objektiv unterhalb des PrÀparats gelegt ist. Das bedeutet, dass die Beleuchtung von oben auf das PrÀparat gerichtet ist und der Strahlengang nach unten durch das Objektiv nach oben zum Okular geleitet wird.

Diese Bauweise ist fĂŒr Laien eher atypisch und wird seltener verkauft. Sie eignet sich allerdings in der Forschung besonders dann, wenn Bakterienkulturen beobachtet werden sollen, die am Boden eines BehĂ€ltnisses angesiedelt sind. Wenn das Licht von unten die Kultur durchdringen sollte, wĂ€re das Bild höchstwahrscheinlich zu dunkel. Dadurch, dass das Objektiv unterhalb liegt, können die Kontraste der Bakterien besser eingefangen werden. Außerdem stellt sich so kein Platzproblem auf dem engen Kreuztisch.

Inverses Mikroskop aus der Forschung
Inverses Mikroskop aus der Forschung

Das Stereomikroskop

Aufbau eines Stereomikroskops
Aufbau eines Stereomikroskops

Aufbau eines Stereomikroskops

Ein Stereomikroskop wird allgemein oft auch als Binokular-Mikroskop bezeichnet. Allerdings ist die erstere Bezeichnung prĂ€ziser, da es sich bei einem Binokular-Mikroskop auch schlicht um ein Lichtmikroskop mit zwei Okularen handeln könnte. Die Besonderheit an einem Stereomikroskop ist, dass statt einem gleich zwei Objektive zeitgleich auf das PrĂ€parat gerichtet werden- allerdings aus unterschiedlichen Winkeln. Die zwei LichtbĂŒndel werden separat durch die zugehörigen Tuben an die Okulare weitergeleitet. Dadurch entsteht der leicht V-förmige Aufbau des Stereomikroskops.

Funktionsprinzip eines Stereomikroskops

Die beiden Objektive ermöglichen es, dass das Abbild vom PrĂ€parat aus zwei leicht verschobenen Perspektiven eingefangen wird. Der Unterschied der beiden Blickwinkel liegt, je nah Modell, zwischen ca. 11 und 16°, was genau dem Konvergenzwinkel der menschlichen Augen in der Nahansicht entspricht. Die einzelnen Bilder werden separat an die zugehörigen Okulare weitergeleitet und imitieren dadurch, wie zwei menschliche Augen den Gegenstand jedes fĂŒr sich wahrnehmen wĂŒrden. Das Gehirn fĂŒgt die unterschiedlichen EindrĂŒcke zu einer stark vergrĂ¶ĂŸerten 3D-Ansicht zusammen.

Verwendung von Stereomikroskopen

Aufgrund der geringen VergrĂ¶ĂŸerung (maximal 100-fach) lassen sich mit einem Stereomikroskop keine Zellstrukturen erkennen. Allerdings wird die OberflĂ€che von Pflanzen oder Insekten ungeheuer detailgetreu sichtbar, sodass Du zumindest die OberflĂ€chenstruktur und ihre Eigenschaften erforschen kann.

Ansonsten finden Stereomikroskope in der Spurensicherung der Polizei Verwendung oder werden zur SchadensĂŒberprĂŒfung diverser Materialien, sowie zur detailgetreuen Restauration von Kunstwerken genutzt.

Das Elektronenmikroskop

Mann arbeitet mit einem Elektronenmikroskop
Mann arbeitet mit einem Elektronenmikroskop

Ein Elektronenmikroskop ist fĂŒr den Laien zwar nicht erhĂ€ltlich, aber die Funktionsweise ist trotzdem unglaublich spannend. Grob gesprochen werden Elektronen auf eine Probe geschossen. Das funktioniert, indem eine GlĂŒhkathode aus Wolfram erhitzt wird, die im großen Stil Elektronen freigibt. Diese werden mithilfe einer Anode herausgezogen und mit einer magnetischen Linse gebĂŒndelt. Auf diese Weise entsteht ein prĂ€ziser Elektronenstrahl, der beschleunigt und auf das PrĂ€parat gerichtet wird. Dadurch, dass die Probe von Elektronen „beschossen“ wird, lösen sich SekundĂ€relektronen der Probe heraus. Die Elektronen aus dem Strahlengang nehmen deren Platz ein, wĂ€hrend die sekundĂ€ren Elektronen von einem SE-Detektor gemessen werden. Der Computer ĂŒbersetzt die Messung an SekundĂ€relektronen in ein 3D-Bild der OberflĂ€chen und der Struktur der Probe.

Anforderungen an ein gutes Mikroskop

Maßstab von VergrĂ¶ĂŸerungen (AndrĂ© Lampe auf ScieneBlogs)
Maßstab von VergrĂ¶ĂŸerungen (AndrĂ© Lampe auf ScieneBlogs)

Die VergrĂ¶ĂŸerung

Die VergrĂ¶ĂŸerung, die ein Lichtmikroskop erreichen kann, lĂ€sst sich aus der VergrĂ¶ĂŸerung des Okulars und der des Objektivs errechnen. Beide Werte werden multipliziert. Wenn Du beispielsweise eine VergrĂ¶ĂŸerung von 400 hast (mit einem 10er Okular und einem 40er Objektiv), bedeutet das, dass Du 400-fach vergrĂ¶ĂŸert siehst, was Dein Auge ohne Mikroskop mit einem Abstand von 25cm zu einem Objekt erkennen könnte.

Die maximale VergrĂ¶ĂŸerung, die Du mit einem Lichtmikroskop erzielen kannst, betrĂ€gt 1500, denn natĂŒrliches Licht besitzt eine WellenlĂ€nge von 380 bis 780 Nanometern. In diesem GrĂ¶ĂŸenmaßstab kann das Mikroskop also erkennbar getrennte Punkte darstellen. Das bedeutet, dass Objekte (wie Bakterien) bis zu einer GrĂ¶ĂŸe von 50 Nanometer erkennbar sind. Viren haben aber beispielsweise eine GrĂ¶ĂŸe von 15 bis 440 Nanometern und können deshalb mit herkömmlichem Licht nicht abgebildet werden.

Hochwertige Okulare

Es gibt Okulare mit unterschiedlicher VergrĂ¶ĂŸerung. Die geringste ist die 10-fache, darauf folgen 12x, 15x, und 20x. Die VergrĂ¶ĂŸerung von Okular und Objektiv wird multipliziert und ergibt so die tatsĂ€chlich sichtbare VergrĂ¶ĂŸerung. Daher reicht es fĂŒr den Anfang, ein gutes Okular mit 10-facher VergrĂ¶ĂŸerung und drei unterschiedliche Objektive dazu zu kaufen. Damit lĂ€sst sich bereits alles betrachten, was man am Anfang unkompliziert beobachten kann. Gute Okulare sind also nicht unbedingt die, die unfassbar stark vergrĂ¶ĂŸern, sondern vor allem die, die qualitativ hochwertig verarbeitet sind und sich sinnvoll kombinieren lassen.

Falls Du BrillentrĂ€ger bist, lohnt es sich, darauf zu achten, ob das Okular ĂŒber einen Dioptrienausgleich verfĂŒgt, das erleichtert das Mikroskopieren ungemein.

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Objektive

Du solltest fĂŒr den Anfang drei verschiedene Objektive bereitlegen. Am besten eins mit geringer VergrĂ¶ĂŸerung von 4 oder 10, ein mittleres mit ca. 20- oder 25-facher VergrĂ¶ĂŸerung und eins mit einer starken VergrĂ¶ĂŸerung von 40 fĂŒr ganz winzige Strukturen. Verrechnet mit Deinem 10er-Okular ergibt sich so eine GesamtvergrĂ¶ĂŸerung von 400. Das reicht aus, um alle gĂ€ngigen Pflanzenstrukturen oder Plankton aus TĂŒmpeln zu erkennen.

Es ist sinnvoll, sich erstmal an kleinen Beispielen zu ĂŒben, bevor Du Dir kompliziertere Projekte vornimmst. Bakterien zu beobachten ist zwar cool und eine VergrĂ¶ĂŸerung von 500 lĂ€sst sich durchaus realisieren, allerdings entscheidet die GĂŒte der optischen Bauteile ĂŒber die QualitĂ€t des Bildes. Sprich: Besonders starke vergrĂ¶ĂŸernde Objektive gehen ins Geld und werden nur in wenigen FĂ€llen gebraucht. Außerdem erfordert das korrekte PrĂ€parieren und Beobachten einige Übung, da es um AbstĂ€nde im Nanometerbereich geht.

Objektive am Mikroskop
Objektive am Mikroskop

Die numerische Apertur des Kondensors

Wenn Du im Laufe Deiner Forschungen sehr große Objektive nutzen willst, brauchst Du ein Mikroskop, das einen entsprechend leistungsstarken Kondensor hat. Daher ist das ein Punkt, den Du vor dem Kauf in Deine Überlegungen einbeziehen solltest- zumindest, wenn Dich das Mikroskop viele Jahre begleiten soll. Der Kondensor sorgt dafĂŒr, dass das Licht die gesamte FlĂ€che des Objektivs abdeckt. Durch das Justieren des Kondensors kannst Du es zu- oder abblenden, je nachdem, welche numerische Apertur das Objektiv besitzt. Die numerische Apertur des Kondensors muss mit der des Objektivs ĂŒbereinstimmen. Je höher der Wert ist (steht auf dem Objektiv), desto höher ist die Auflösung.

FĂŒr den Anfang reicht die Faustregel, den Kondensor komplett zu öffnen und so nah wie möglich an den ObjektivtrĂ€ger heranzuschieben. SpĂ€ter kannst Du ĂŒber das leichte Schließen des Kondensors den Kontrast verstĂ€rken.

KenngrĂ¶ĂŸen eines Objektivs
KenngrĂ¶ĂŸen eines Objektivs

Der Arbeitsabstand am Mikroskop

Bedenke, dass der Arbeitsabstand mit zunehmender VergrĂ¶ĂŸerung abnimmt. Jedes Objektiv besitzt einen eigenen Abstand, den es maximal zum PrĂ€parat einnehmen kann, um ein gutes Bild zu liefern. Du regulierst ihn ĂŒber den Grob- und Feintrieb am Mikroskop. Wichtig ist, dass das PrĂ€parat ebenfalls möglichst flach anliegt und ĂŒberschĂŒssiges Wasser mit einem Papier abgenommen wird, um den Arbeitsabstand so prĂ€zise wie möglich eingrenzen zu können. Achte bei der Bauart darauf, ob es theoretisch noch möglich sein wird, grĂ¶ĂŸere Objektive zu verwenden oder ob der Platz dann nicht mehr ausreicht.

Platzsparendes PrÀparat
Platzsparendes PrÀparat

VerfĂŒgbarkeit von Ersatzteilen

Dieser Punkt ist wichtig. FĂŒr viele MarkengerĂ€te von Zeiss, Leica und Co. gibt es einen regen Gebrauchtteilemarkt, auf dem Du passende ObjektivtrĂ€ger, DeckglĂ€ser, Objektive und sogar Okulare erhĂ€ltst. Viele Teile werden auch weiterhin hergestellt, sodass Du Dich drauf verlassen kannst, dass ein hochwertiges Mikroskop auch in einigen Jahren noch einwandfrei benutzbar sein wird. Dasselbe gilt leider nicht fĂŒr gĂŒnstig produzierte No-Name- Ware oder SchĂŒlermikroskope.

Außerdem solltest Du Dir als Regel merken, dass nur Ersatzteile desselben Herstellers verwendet werden sollten. Grund dafĂŒr sind z. B. nicht einheitliche TubuslĂ€ngen und damit einhergehend unterschiedlich kompatible Objektive und DeckglĂ€ser.

Ältere Mikroskope brauchen oft spezielles Zubehör
Ältere Mikroskope brauchen oft spezielles Zubehör

Eine starke Lichtquelle

Um etwas erkennen zu können, muss die Lichtquelle ausreichend hell sein. Es gibt viele gĂŒnstige Mikroskope, die lediglich ĂŒber eine batteriebetriebene Lampe verfĂŒgen. Davon wollen wir abraten, weil die Lampe erstens schnell schwĂ€chelt und zweitens einfach nicht so stark leuchtet. Achte deshalb darauf, dass das Mikroskop ĂŒber ein Netzkabel betrieben wird.

In 5 Schritten richtig mikroskopieren

1

PrÀparat herstellen

Schneide mit einem Skalpell eine hauchdĂŒnne Scheibe von einer Pflanze ab und lege es mit einem Tropfen Wasser auf den ObjekttrĂ€ger. Du kannst auch etwas Hefe in Wasser lösen und davon einen Tropfen nehmen. Das PrĂ€parat wird unter Ausschluss von BlĂ€schen mit einem Deckglas abgedeckt.

Alternativ gibt es auch ObjekttrĂ€ger mit konservierten PrĂ€parate zu kaufen, die einfach nur auf dem Kreuztisch eingespannt werden mĂŒssen.

2

Mikroskop einstellen

Schraube den Kreuztisch zu Beginn komplett herunter. Stelle außerdem das Objektiv mit der niedrigsten VergrĂ¶ĂŸerung ein. Schalte nun das Licht ein.

3

ObjekttrÀger justieren

Den ObjekttrÀger klemmst Du auf dem Kreuztisch fest und bewegst es dann so lange hin und her, bis das PrÀparat genau mittig unter dem Objektiv liegt.

4

Brennweite regulieren

Mit dem Grobtrieb verkleinerst Du die Brennweite und fokussierst das PrÀparat, bis es fast ganz klar zu sehen ist. Mit dem Feintrieb lÀsst sich das Bild dann komplett scharf stellen. Manche Mikroskope besitzen nur einen Grobtrieb, aber das ist bei guten Mikroskopen eher selten.

5

Mit grĂ¶ĂŸeren Objektiven mikroskopieren

Wenn Du genug von der kleinsten VergrĂ¶ĂŸerung hast, kannst Du ein stĂ€rker vergrĂ¶ĂŸerndes Objektiv einstellen und das Fokussieren von Neuem beginnen. Den Abstand zum Kreuztisch solltest Du nicht verĂ€ndern.

Mit wenigen Tipps zu einem sinnvollen Einsteiger-Mikroskop

  • GĂŒnstiges AnfangsgerĂ€t

    FĂŒr den Anfang, wenn Du erstmal ausloten willst, ob das Mikroskopieren wirklich etwas fĂŒr Dich ist, kannst Du Dir natĂŒrlich ein gĂŒnstiges SchĂŒlermikroskop holen. Das reicht, um die grundlegenden Handgriffe zu ĂŒben und sich mit der Materie vertraut zu machen. Je weiter Du allerdings fortschreitest, desto mehr muss Dein Mikroskop können. Vielleicht willst Du etwas mikroskopieren, was erst unter einem Farbfilter kontrastreich abgebildet werden kann. DafĂŒr oder fĂŒr stĂ€rkere (und qualitativ sinnvolle Bilder) brauchst Du dann schon etwas bessere Mikroskope. Am zuverlĂ€ssigsten sind dann bewĂ€hrte MarkengerĂ€te von Zeiss, Leica, Nikon und Co.

  • Qualitativ hochwertige Linsen

    Du wirst feststellen, dass es auf dem Markt einige GerĂ€te gibt, die zwar dieselben Werte bezĂŒglich VergrĂ¶ĂŸerung und numerischer Apertur, etc. haben, sich qualitativ aber doch stark unterscheiden. Das hĂ€ngt mit den verwendeten Materialien und vor allem mit der Verarbeitung der Linsen zusammen. Jedes optische System hat seine StĂ€rken und SchwĂ€chen. Wie bei Teleskopen oder FernglĂ€sern auch, gibt es Farbfehler oder KrĂŒmmungen, die beim einen Mikroskop sauber ausgebessert sind und beim anderen das Bilderlebnis stören. Am Anfang ist das noch nicht so schlimm, aber je weiter Du in die Materie eintauchst, desto relevanter werden solche Parameter. Lass Dich nach der Anfangsphase am besten im Fachhandel beraten.

  • Mikroskope fĂŒr BrillentrĂ€ger

    BrillentrÀger haben es zuweilen schwerer, ein gutes, passendes GerÀt zu finden. Allerdings gibt es inzwischen viele Mikroskope, die einen Dioptrienausgleich bieten. Du kannst also sowohl mit Kurz- als auch mit Weitsichtigkeit ohne Brille mikroskopieren und musste die Brennweite lediglich an Deine Augen anpassen.

    Falls bei Deinen Augen eine HornhautverkrĂŒmmung vorliegt, kommst Du um das Tragen der Brille nicht herum, da sie speziell auf Deine Augen angepasst ist und das Mikroskop allein den Sehfehler nicht ausgleichen kann.

  • Nach Trinokular-Mikroskopen schauen

    Sobald Du planst, Dir ein hochwertiges Mikroskop zu kaufen, empfiehlt es sich, nach einer Trinokular-Bauweise zu suchen. Damit kannst Du nicht mehr nur abwechselnd beobachten und Fotografien anfertigen, sondern beides gleichzeitig. Wenn Du magst, kannst Du ĂŒber einen Bildschirm auch noch andere an Deinen Beobachtungen teilhaben lassen. Achte beim Kauf allerdings darauf, dass sich daran eine genĂŒgend stabile Halterung fĂŒr das Smartphone oder die Kamera befestigen lĂ€sst. Nichts ist Ă€rgerlicher als wackelige Konstruktionen, die das Beobachten unnötig erschweren.

  • Stabile Bauweise

    Es klingt vielleicht praktisch und man findet erstaunlich viele solcher GerĂ€te, die fĂŒr Einsteiger angepriesen werden, aber die Erfahrung zeigt, dass mobile Handmikroskope nicht viel taugen. Bei einem derart kleinen Beobachtungsspektrum solltest Du auf StabilitĂ€t achten, denn jedes Zittern stört das Bild, sodass Du kaum etwas erkennst. Abgesehen davon wird bei den niedrigen Preisen in dem Sektor deutlich, dass die Linsen unmöglich gut verarbeitet sein können. Auch bei normalen Standmikroskopen solltest Du möglichst robuste AusfĂŒhrungen vorziehen.

  • BaugrĂ¶ĂŸen beachten

    Vergewissere Dich, dass das Zubehör, das Du kaufst, zur TubuslĂ€nge und den Objektiven bzw. Okularen passt. Meist sind die Mikroskope heutzutage auf die DIN 160 hin konzipiert, das bedeutet, dass die TubuslĂ€nge 160mm betrĂ€gt. Gerade wenn Du allerdings Mikroskope vom Gebrauchtmarkt kaufst, solltest Du genauer hinsehen. Ältere Modelle haben manchmal noch eine LĂ€nge von 170mm. Die GerĂ€te sind nicht schlechter als die genormten, Du musst nur darauf achten, dass Du das richtige Zubehör zu ihnen kaufst. Generell gilt, Zubehör unterschiedlicher Mikroskope nicht zu tauschen.

Einsteiger-Mikroskope im Vergleich 05/2023

MikroskoptypusLichtmikroskopLichtmikroskopStereomikroskopLichtmikroskop
ProduktBresser
Erudit Basic
Kern
OBS 103
Omegon
StereoView 20x
Omegon
BioMon
Bild
Bresser Erudit Basic Foto
Kern OBS 103 Foto
Omegon StereoView 20x Foto
Omegon BioMon Foto
Beleuchtung DurchlichtDurchlichtDurchlichtDurchlicht
Bauart (Anzahl an Okularen) Binokular-MikroskopMonokular-MikroskopBinokular-MikroskopMonokular-Mikroskop
Stromversorgung batteriebetriebenakkubetriebenNetzkabel/LEDNetzkabel/LED
Set Umfang Das ist im Mikroskop-Einsteigerset enthalten ...
OkularvergrĂ¶ĂŸerung10-fach OkularvergrĂ¶ĂŸerung10-fach OkularvergrĂ¶ĂŸerung10-fach OkularvergrĂ¶ĂŸerung10-fach OkularvergrĂ¶ĂŸerung
Anzahl der Objektive3 Anzahl der Objektive3 Anzahl der Objektive1 Anzahl der Objektive3 Anzahl der Objektive
maximale VergrĂ¶ĂŸerung400-fach maximale VergrĂ¶ĂŸerung400-fach maximale VergrĂ¶ĂŸerung20-fach maximale VergrĂ¶ĂŸerung1000-fach maximale VergrĂ¶ĂŸerung
KondensorAbbe Kondensor KondensorAbbe Kondensor NA 1.25 Kondensor KondensorAbbe Kondensor NA 1.25 Kondensor
FokussierungGrob- und Feintrieb FokussierungGrob- und Feintrieb FokussierungGrobtrieb FokussierungGrob- und Feintrieb Fokussierung
Filterhalter Filterhalter Filterhalter Filterhalter Filterhalter
Staubschutztasche Staubschutztasche Staubschutztasche Staubschutztasche Staubschutztasche
Farbebeige-schwarz Farbeweiß Farbeschwarz-weiß Farbeweiß Farbe
Gewicht3100g Gewicht3000g Gewicht600g Gewicht4000g Gewicht
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Das beste Zubehör fĂŒr Mikroskope

  • Das große Kosmos-Buch der Mikroskopie Foto
  • ObjekttrĂ€ger und DeckglĂ€ser im Set Foto
  • Mikroskopieren ganz einfach: PrĂ€parationen und FĂ€rbungen Schritt fĂŒr Schritt Foto
  • PrĂ€parierbesteck Foto

Fragen, die man sich am Anfang der Mikroskopie stellt

Welche Mikroskoparten gibt es?

Es gibt Lichtmikroskope, wie man sie aus dem Biologie-Unterricht kennt. Darunter werden Zellstrukturen durchleuchtet und fĂŒr das Auge sichtbar. Du kannst damit Zellen und Bakterien betrachten. Stereomikroskope durchleuchten die Probe nicht, sondern vergrĂ¶ĂŸern lediglich die OberflĂ€che und schaffen einen 3D-artigen Anblick. Damit lassen sich Insekten BlĂ€tter oder winzig kleine bedruckte Materialien betrachten. Elektronenmikroskope beschießen ein PrĂ€parat und gewinnen aus den frei werdenden Elektronen ein Bild von der strukturellen Beschaffenheit der Probe, es gibt sie aber nur in Forschungslaboren.

WofĂŒr gibt es eine Blende am Mikroskop?

Die Blende ist da, um das Licht genau auf die FlĂ€chengrĂ¶ĂŸe des Objektivs einzustellen. Allerdings kann man auch den Kontrast erhöhen, indem man das Licht ein wenig abblendet. Die TiefenschĂ€rfe wirkt dadurch grĂ¶ĂŸer.

Wie stellt man das Mikroskop scharf?

Der Kreuztisch sollte zu Beginn fixiert und danach nicht mehr bewegt werden. Danach regulierst Du ĂŒber den Grob- bzw. den Feintrieb (die beiden RĂ€dchen an der Seite des Stativs) den Fokus. Dadurch dass die Brennweite lĂ€nger bzw. kĂŒrzer wird, kannst Du die Probe scharf erkennen. Du merkst es, wenn die Brennweite stimmt, dann ist das Bild perfekt scharf.

Warum kann ein Mikroskop nicht alles vergrĂ¶ĂŸern?

Das hĂ€ngt mit der LĂ€ngenwelle des Lichts zusammen. Sie liegt, je nach Anteil des Lichts, zwischen 380 und 780 Nanometern. In diesem Bereich können sichtbar unterscheidbare Punkte dargestellt werden. Wenn Du allerdings versuchst, einen Gegenstand darzustellen, der kleiner ist als die WellenlĂ€ngen, wird er nicht mehr deutlich abgebildet. Deshalb braucht man fĂŒr alle Strukturen wie Viren oder noch winzigere Dinge ein Elektronenmikroskop, da Elektronen kleiner sind und dadurch feinere Strukturen abbilden können.

Wie stark muss die VergrĂ¶ĂŸerung am Mikroskop sein, um Bakterien zu betrachten?

FĂŒr die leichter zugĂ€nglichen Bakteriensorten brauchst Du eine 500-fache VergrĂ¶ĂŸerung, andere werden erst bei bis zu 1000-facher VergrĂ¶ĂŸerung sichtbar. Allerdings sollte Dir klar sein, dass Du sie auch mit dieser VergrĂ¶ĂŸerung nicht unbedingt super scharf zu sehen bekommen wirst. Im Übrigen sollte die QualitĂ€t der Linsen hochwertig sein, um ein hochauflösendes Bild zu erhalten.

Welches Mikroskop braucht man, um Insekten zu beobachten?

Um Insekten abzubilden, brauchst Du ein Stereomikroskop. Die VergrĂ¶ĂŸerung ist meistens nicht gewaltig, aber das muss sie auch nicht sein, um die Feinheiten der Tiere in allen Einzelheiten zu erkennen. Ein Stereomikroskop ist nicht zu verwechseln mit einem Binokular-Lichtmikroskop, das PrĂ€parate durchleuchtet.

Bilderquellen: © Andrea , © likoper , © fototrips , © Anke Thomass , © science photo , © ileana_bt , © Mars , - Fotolia.com / Adobe Stock