Einsteiger Klettern + Die besten Tipps & Kaufberatung

Klettern f√ľr Einsteiger: hoch hinaus!
Zwei Freunde beim Klettern

Checkliste f√ľr den Kauf Deiner ersten Einsteiger-Kletterausr√ľstung

  • Kletterkurs, zum Erlernen der Sicherheitsregeln

  • spezielle Kletterschuhe bieten besseren Halt

  • lockere, funktionale Kleidung

  • Sicherungsausr√ľstung


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Zwei Freunde beim Klettern

Einstieg ins neue Hobby Klettern

Familie in der Kletterhalle
Familie in der Kletterhalle

Klettern f√ľr Erwachsene

Klettern ist ein vielseitiger Sport, der nicht nur Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Gleichgewichtssinn schult, sondern auch mental sehr anspruchsvoll ist. Um eine Route gut zu meistern, ist die Konstitution zwar von Bedeutung, viel wichtiger ist aber, das Ziel im Kopf zu behalten und Dich geduldig an verschiedenen Lösungswegen auszuprobieren, die Du Dir vorher zurechtlegst.

Ein weiterer Pluspunkt: Jeder kann klettern, denn es ist eine nat√ľrliche Form der Fortbewegung. Je mehr Du √ľbst, desto effizienter wird Deine Muskulatur werden – und das ganz ohne Fitness-Studio! Nichtsdestotrotz kannst Du sowohl drinnen, als auch drau√üen klettern. Entgegen des g√§ngigen Bildes ist Klettern ein geselliger Sport, bei dem Du viele interessante Menschen triffst und lernst, Dich hundertprozentig auf Deinen Sicherungspartner zu verlassen.

Klettern mit Kindern

Auch mit Kindern kann man viel Spa√ü in und au√üerhalb der Kletterhalle haben! In jungen Jahren ist das Training sogar ideal, weil spielerisch allerlei Bewegungsabl√§ufe ausprobiert und perfektioniert werden k√∂nnen, die andere Sportarten einem Kind nicht abverlangen. Ab ca. 4 Jahren sind die koordinativen F√§higkeiten so weit ausgebildet, dass die ersten Kletterversuche gestartet werden k√∂nnen. In dem Alter geht es noch nicht so sehr darum, pfiffige Tritt- und Griffpositionen zu finden, sondern √ľberhaupt darum, sich aus eigener Kraft in der Vertikalen fortzubewegen und Spa√ü zu haben. Deshalb eignet sich bei kleinen Kindern Bouldern besonders.

Sportklettern kann ab 8 Jahren angefangen werden. Davor braucht das Kind einen zus√§tzlichen Oberk√∂rpergurt. Dieser st√ľtzt den etwas l√§ngeren kindlichen Rumpf.

Welche Kletterarten werden indoor angeboten?

Riesige Kletterhalle
Riesige Kletterhalle

Sportklettern

Die verbreitetste Kletterart ist das Sportklettern, das in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen eingeteilt wird. Meist wird daf√ľr die Bewertungsskala der Internationalen Union der Alpinismusverb√§nde (UIAA) verwendet, die von I – XI reicht. Sportklettern findet meistens in der Halle statt, kann aber auch in Kletterg√§rten ausge√ľbt werden. Dabei arbeiten zwei Partner zusammen. Einer klettert, der andere sichert seinen Partner ab. Die Sicherung erfolgt meistens √ľber ein Toprope, also ein Seil, das am h√∂chsten Punkt der Kletterstrecke mit einem Umlenker befestigt ist. Kletterer und Sicherer sind √ľber dieses Seil verbunden. Sobald der Kletterer abrutscht, federt der Sicherungspartner den Sturz √ľber das Seil ab.

  • lange Routen
  • Ausblick von weit oben
  • Sicherung ist unabdinglich!

Bouldern

Bouldern l√§sst sich zwar auch im Freien realisieren, allerdings ist da viel Erfahrung und Vorsicht bei der Vorbereitung des Untergrundes geboten. Allgemein findet Bouldern deshalb unter weniger risikoreichen Bedingungen in der Halle statt. Anders als beim Sportklettern gibt es keine Sicherungsausr√ľstung, denn es wird h√∂chstens auf Absprungh√∂he geklettert. Trotzdem steht ein Partner dabei, der im Falle eines Sturzes verhindert, dass Kopf oder R√ľcken verletzt werden. Ziel ist es, mit m√∂glichst ungew√∂hnlichen und abwechslungsreichen Bewegungsabl√§ufen an ein markiertes Ziel zu gelangen. Der Kreativit√§t sind dabei keine Grenzen gesetzt. In Sachen Schuhwerk stimmt die n√∂tige Ausr√ľstung mit der des Sportkletterns allerdings √ľberein.

  • keine Sicherung n√∂tig
  • kreativere Bewegungsmuster
  • relativ kurze Routen

Welche Outdoor-Kletterarten gibt es?

Hochseilgarten

Die simpelste Art, einen spannenden Tag zu verbringen und ins Klettern hinein zu schnuppern, ist in einen Hochseilgarten zu gehen. Du bekommst dort in einem halbst√ľndigen Kurs erkl√§rt, wie Du Dich gegen Abst√ľrze sicherst und kannst auf verschiedenen Routen mit variabler H√∂he Deine F√§higkeiten erproben. Ein Hochseilgarten hat nat√ľrlich weniger mit dem Klettern an steilen W√§nden zu tun, daf√ľr m√ľssen bewegliche Hindernisse in der Luft √ľberwunden werden. Da die Schwierigkeitsgrade variieren, ist ein Besuch mit Kindern der perfekte Einstieg.

Hochseilgarten f√ľr den Einsieg
Hochseilgarten f√ľr den Einsieg

Klettergarten

Kletterg√§rten sind das Outdoor-√Ąquivalent zum Sportklettern in der Halle. Im Sommer ist es toll, einfach drau√üen an der frischen Luft klettern zu k√∂nnen, ohne gleich in die freie Natur mit schlechter kalkulierbaren Risiken ausweichen zu m√ľssen. Hier findest Du wieder die klassischen Kletterw√§nde, die einige Meter hoch reichen und die Du mithilfe einer Toprope-Sicherung und einem vertrauensw√ľrdigen Partner bezwingen kannst. Manche Kletterg√§rten bieten auch gepolsterte Boulderpl√§tze an. Nachteil an Kletterg√§rten: Bei schlechtem Wetter musst Du eben doch in die Halle.

Klettersteige

Klettersteige sind √ľberwiegend f√ľr Fortgeschrittene konzipiert. Du solltest also schon etwas erfahrener sein und neben der Muskulatur die n√∂tigen Sicherheitskenntnisse mitbringen. Geklettert wird in niedrigen bis sehr steilen Felslandschaften, die mit Seilen, Tritten, Leitern (aus Stahl oder Eisen) und Eisenstiften befestigt sind. Man nennt sie deshalb auch Via Ferrata, der eiserne Weg. Der Schwierigkeitsgrad wird in Stufen von A bis G eingeteilt, f√ľr Anf√§nger empfiehlt sich die Teilnahme allerdings maximal bis Stufe C. Gerade in den h√∂heren Chargen bist Du meist ganz allein f√ľr Deine Sicherung verantwortlich und solltest auch entsprechendes Equipment besitzen. Egal jedoch, welchen Klettersteig Du w√§hlst: Ein Helm sollte im Gel√§nde immer Pflicht sein, es k√∂nnen immer mal Steine von oben gefallen kommen.

Frau an einem steilen Klettersteig
Frau an einem steilen Klettersteig

Alpinklettern

Alpinklettern umfasst alle Kletterunternehmungen, die im Gebirge stattfinden und bei denen man nicht mehr zwangsläufig einer abgesteckten Route folgt, sondern sich eigenständig sichert. Es gibt dabei einen Vorkletterer, der die Zwischensicherungen anbringt und einen oder mehrere Nachkletterer, die an ihnen hochsteigen. Der Ablauf unterscheidet sich nach Kletterstilen. Clean bedeutet, dass der Nachkletterer die Sicherungen auf seinem Weg nach oben wieder einsammelt, damit sie im nächsten Abschnitt neu angebracht werden können.

Auch die Nutzung der Hilfsmittel variiert. Freies Klettern bedeutet, dass die Sicherung nur als solche genutzt wird und die Kletterkraft aus dem Körper kommt. Technisches Klettern erlaubt den Gebrauch von Hilfsmitteln zur Fortbewegung.

Eisklettern

Hierbei handelt es sich um eine Spezialform des alpinen Kletterns. Wie der Name schon sagt, werden komplett vereiste H√§nge mithilfe von Steigeisen, Eisschrauben und Eispickeln bezwungen. Die H√§nge haben eine Neigung von 40-90¬į, sehr selten nur wird an √úberh√§ngen geklettert. Eisklettern ist nichts f√ľr Anf√§nger, das Wissen zum richtigen Absichern muss hundertprozentig sitzen, vor allem musst Du die Qualit√§t des Eis zweifelsfrei beurteilen k√∂nnen. Im Gegensatz zum Fels k√∂nnen sich im Eis L√∂cher befinden, es kann abschmelzen und die Kr√§fteverteilung muss gleichm√§√üig auf den Eisschrauben lasten. Hochwertiges Equipment wie Sicherungsausr√ľstung und Helm, sowie geeignete Seile sind unverzichtbar.

Eisklettern
Eisklettern

Free Solo

Im Namen steckt bereits, wie diese Kletterform funktioniert. Es wird ohne Hilfsmittel oder Sicherung geklettert und das ganz allein. Free Solo unterscheidet sich vom Bouldern insofern, dass es auch √ľber gro√üe H√∂hen durchgef√ľhrt wird. Da die Gefahr der Sturzes durch nichts gemindert wird, m√ľssen Kletterer absolut sicher sein, ihre Route konstitutionell meistern zu k√∂nnen. Meist handelt es sich um Routen, die der Kletterer bereits mit Ausr√ľstung mehrere Male begangen hat und auf der er jeden Tritt in- und auswendig kennt. Das ist auch wichtig, denn ein minimaler Fehler kann den Tod bedeuten. Nichtsdestotrotz gibt es erstaunlich viele, sehr erfolgreiche Vertreter dieses Sports.

Deep Water Soloing

Ganz √§hnlich wie beim Free Solo an Land wird der Kletterer bei dieser Klettervariante nicht gesichert und klettert allein. Der Vorteil gegen√ľber dem Free Solo ist allerdings, dass das Wasser unter der Kletterwand tief genug und frei von Felsen ist, um den m√∂glichen Sturz abzufangen. Erforderlich ist daf√ľr allerdings, dass der Kletterer vorher ermittelt, wie hoch er steigen kann, damit die Wassertiefe beim Sturz ausreicht. Dar√ľber hinaus muss er lernen, selbst im Falle eines Sturzes so auf dem Wasser aufzukommen, dass der Wasserwiderstand keine Verletzungsgefahr darstellt. In manchen Schwimmb√§dern gibt es Kletterw√§nde, an denen man sich einen Eindruck von dem Sport verschaffen kann.

Frau an Fels √ľber dem Meer
Frau an Fels √ľber dem Meer

Kletterausr√ľstung f√ľr Einsteiger

Kletterausr√ľstungen
Kletterausr√ľstungen

Am Anfang kannst Du Dir in der Kletterhalle gegen eine Geb√ľhr von vielleicht 10‚ā¨ die Ausr√ľstung zur Sicherung und passende Kletterschuhe ausleihen. Das ist super, weil es Dir die Gelegenheit gibt, ohne allzu gro√üe Kosten in das Hobby hineinzuschnuppern und verschiedene, f√ľr Anf√§nger geeignete Schuhe und Sicherungen kennenzulernen und zu testen. Auf Dauer ist das allerdings keine L√∂sung, auch wirtschaftlich nicht. Welche Ausr√ľstungsgegenst√§nde Du Dir als ambitionierter Kletterer peu √° peu anschaffen solltest und worauf es dabei zu achten gilt, liest Du hier.

Ein Hinweis vorweg: In Deutschland werden nur UIAA-genormte Ausr√ľstungen verkauft. Falls Du Equipment im Ausland kaufen solltest, ist es wichtig, auf ein vergleichbares Qualit√§tslabel zu achten.

Kletterschuhe

Gerade als Anf√§nger solltest Du Dir zwar gute Kletterschuhe kaufen, allerdings auch nicht zu viel ausgeben. Die Schuhe nutzen sich zu Beginn noch schnell ab bis Du die richtige Klettertechnik beherrschst. Insgesamt f√§llt auf, dass einige Schuhe stark gebogen sind. Diese Formen nennt man Vorspannung bzw. down turn, sie sorgen f√ľr eine ideale Fu√ühaltung und bessere Kraftverteilung. Das brauchst Du am Anfang aber gar nicht. Fang besser mit Kletterschuhen mit geringer Vorspannung an, um die Wadenmuskulatur optimal auszubilden. Sp√§ter kannst Du Dich nach Profi-Schuhen umsehen.

Allerdings sollten die Schuhe m√∂glichst eng am Fu√ü sitzen. Meist kauft man eine halbe bis zwei Gr√∂√üen kleiner als bei normalen Stra√üenschuhen. Der Gr√∂√üenrechner von Bergfreunde.de kann Dir vielleicht weiterhelfen, ansonsten gilt: ausprobieren! Es gibt au√üerdem noch unterschiedliche Verschl√ľsse. Wir finden Schuhe mit Rei√üverschluss ideal, da sie schnell verstellbar sind und nirgends h√§ngenbleiben.

  • einfache Kletterschuhe ohne Vorspannung f√ľr Anf√§nger!

Kletterhosen

Die Beschaffenheit des Oberteils ist nicht ganz so wichtig wie die der Hosen, die Du zum Klettern tr√§gst. Letztere m√ľssen m√∂glichst robust sein, falls Du mal an einem rauen Tritt entlang rutschst. Au√üerdem sollten sie bei m√∂glichst gro√üer Bewegungsfreiheit trotzdem eng anliegen, damit Du Dich nicht darin verhedderst oder h√§ngenbleibst. Es gibt eine gro√üe Spannbreite an Kletterhosen, alle sind leicht und haben einen atmungsaktiven Stoff, der den Schwei√ü nach au√üen transportiert. Viele Damen tragen spezielle Tights, deren Stoff besonders rei√üfest ist. Herren m√∂gen oft die Kletterhosen, die an Jeans erinnern. Der Markt ist gro√ü, such Dir etwas Funktionales aus, in dem Du Dich wohlf√ľhlst.

  • robuste Hosen mit viel Bewegungsfreiheit!
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Klettergurt

Ein personalisierter Gurt ist auch in der Kletterhalle eine feine Sache: Du musst nicht mehr lange daran herumstellen und bist schneller startklar. Der Hauptunterschied bei Klettergurten besteht in ihrem Gewicht, ihrer Polsterdicke und dem Platz f√ľr Equipment am Gurt. Je besser die Polsterung, umso komfortabler der gesamte Gurt. Am besten testest Du den Gurt im Laden, indem Du Dich einmal reinh√§ngst und probierst, wie bequem er nach 5 Minuten noch sitzt.

Leichtgewicht-Gurte haben wenig Stauraum und keine Polsterung. Sie werden √ľblicherweise f√ľr das Sportklettern in der Halle verwendet. Gurte f√ľr Mehrseill√§ngen-Strecken oder Felsw√§nde (Big walls), f√ľr die mehr als ein Tag eingeplant werden muss, erfordern mittlere bis starke Polsterung und sehr viele Materialschlaufen f√ľr Karabiner, Seil und Co.

  • Leichtgewicht-Gurt f√ľrs Hallenklettern!
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Kletterseil

Es gibt drei Arten von Seilen: dynamische und halbstatische Seile, sowie Statikseile. Der Name lässt bereits erkennen, welche Eigenschaften sie mitbringen. Statikseile sind sehr fest und eignen sich nicht zum Absichern, da sie den fallenden Körper zu abrupt abbremsen. Dadurch können genauso starke Verletzungen entstehen wie bei einem ungesicherten Körper. Dynamische Seile hingegen haben eine federnde Wirkung. Der Körper wird abgebremst, jedoch geht das Seil nach dem ersten Bremsen mit der Restgeschwindigkeit des Körpers mit, statt ihn hochzureißen.

Au√üerdem wird zwischen Einfach-, Halb- und Zwillingsseilen unterschieden. Einfachseile (1) sind besonders dick und robust. F√ľr Einsteiger ist es gut, dass sie einen etwas gr√∂√üeren Widerstand in der Sicherung bieten. Halbseile (¬Ĺ) haben einen kleineren Durchmesser und sind leichter als Einfachseile. Dadurch gleiten sie schneller durch die Sicherung. Sie werden meistens zu zweien verwendet. Wenn ein Strang an einer sch√§rferen Felskante auszufasern beginnt, besteht immer noch der Schutz des zweiten Strangs. Zwillingsseile sind die d√ľnnsten Seile auf dem Markt und sollten nur von Fortgeschrittenen und doppelt gebunden verwendet werden. Alle Seile sollten √ľbrigens impr√§gniert werden, bevor sie drau√üen zum Einsatz kommt.

  • Einfachseil mit mittlerer Dicke f√ľr Einsteiger!
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Sicherungsgerät

Der Markt an Sicherungsgeräten ist riesig. Grob unterschieden werden dynamische und  halbautomatische Sicherungen. Dynamische Sicherungen erfordern die volle Aufmerksamkeit des Sichernden, denn sie stoppen das Seil nicht komplett eigenständig, sondern verstärken nur die Bremskraft der Hand. Zu dieser Gruppe zählen Tubes, HMS-Karabiner und Abseilachter.

Halbautomatische Sicherungen blockieren das Seil bei ruckartigem Zug. Sie bremsen in den meisten Situationen zuverl√§ssiger als die dynamischen Sicherungen, allerdings muss der Sichernde st√§rker das Abmildern des Sturzes √ľbernehmen, denn das Seil kann nicht eigenst√§ndig in der Fallbewegung mitgehen. Als erstes bekannt geworden ist das Grigri. Es gibt inzwischen auch Autotubes, die eine Kombination der positiven Eigenschaften der Dynamik und Halbautomatik sein sollen.

  • Eine dynamische Sicherung ist am Anfang leichter zu handhaben!
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Kletterhelm

In der Halle ist das Tragen eines Helms nicht immer Pflicht, deshalb ist er nicht der wichtigste Punkt auf Deiner Einkaufsliste. Spätestens, wenn Du allerdings im Gelände klettern möchtest, solltest Du Dir einen zulegen. Du weißt nie, wer vor die klettert und ob sich nicht doch mal Geröll ablöst. Abgesehen davon ist ein Sonnenschutz auch nicht verkehrt.

  • Im Gel√§nde ist der Helm Pflicht!
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Chalk bag oder chalk ball

Vielleicht ist Dir beim Beobachten von Kletterern schon aufgefallen, dass sie oft staubig weiße Hände haben. Bei dem pudrigen Zeug handelt es sich um Magnesium. Es trocknet die Hautoberfläche, wodurch Du mehr Grip hast und Dich besser festhalten kannst. Üblicherweise hat jeder einen Beutel hinten am Klettergurt befestigt. Da die allerdings immer etwas viel Staub produzieren, kannst Du Dir auch von Anfang an einen Chalk ball zulegen. Er besitzt eine netzartige Struktur und gibt das Magnesium besser portioniert an die Hände ab.

  • Ein Chalk ball ist kleiner und produziert weniger Staub!
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Kletterschuhe

  • La Sportiva Mythos Foto
    • bequem
    • wenig Vorspannung
    • perfekt f√ľr Einsteiger
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  • Scarpa Origin Foto
    • Allround-Schuh
    • wenig Vorspannung
    • explizit f√ľr Einsteiger
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  • Madrock Drifter Foto
    • g√ľnstig und gut bewertet
    • kaum Vorspannung
    • nicht nur f√ľr Einsteiger
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Kletterausr√ľstung f√ľr Kinder

Babys und Klettern- geht das?!

Nun, mit einem Neugeborenen wirst Du wahrscheinlich nicht die abgelegensten Schluchten erklimmen, aber unm√∂glich ist es nicht, Dein Hobby auch mit Baby weiterzuf√ľhren. Viele Eltern m√ľssen sich daf√ľr erstmal nach neuen Hilfsmitteln und passenden Kletterumgebungen umsehen. Solange das Kind noch nicht mobil ist, geht es sogar sehr leicht, da es einfach in Sichtweite sitzen und zugucken oder schlafen kann.¬†Ideal ist es, wenn Eltern mit einer gr√∂√üeren Gruppe zusammen klettern gehen- dann k√∂nnen einige auf die Kinder achten, w√§hrend andere p√§rchenweise zum Erwachsenenklettern r√ľbergehen.

Bouldern mit Kleinkindern

Ab dem dritten Lebensalter, aber nat√ľrlich in Abh√§ngigkeit der k√∂rperlichen Entwicklung, k√∂nnen Kinder so langsam an das eigenst√§ndige Klettern herangef√ľhrt werden. Die Augen-Hand-Koordination ist ab diesem Zeitpunkt so ausgepr√§gt, dass das Kind von sich aus Versuche starten wird, sich in der Vertikalen fortzubewegen. Attraktiv sind am Anfang daher alle Kletterm√∂glichkeiten auf Spielpl√§tzen. In vielen Kletterhallen gibt es au√üerdem Boulderecken speziell f√ľr Kleinkinder. Dort k√∂nnen schon Dreij√§hrige unter Aufsicht ihre Kr√§fte erproben. Meist machen die Kleinen das sogar schon richtig gut.

Kleiner Junge beim Bouldern
Kleiner Junge beim Bouldern

Klettersteige mit Kindern erkunden

Solange das Kind durch einen Erwachsenen mit gesichert wird, kann es gefahrlos einfache Klettersteige erkunden gehen. Es gibt Komplettgurte oder Kombinationen aus Brust- und H√ľftgurt, die den Oberk√∂rper halten, da er l√§nger ist und die Muskulatur noch nicht so stark ausgepr√§gt wie beim Erwachsenen. Letztere Kombination ist allerdings sowohl in der Anwendung praktischer (zum Beispiel bei Toiletteng√§ngen), als auch langfristig betrachtet lohnender, da Kinder in dem Alter noch schnell aus allem herauswachsen. Dar√ľber hinaus gibt es nat√ľrlich Kletterhelme, die f√ľr drei- bis achtj√§hrige Kinder ausgelegt sind und im Gel√§nde Pflicht sind.

  • weich gepolstert
  • anpassbare Weite
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Edelrid Fraggle III Foto

Gesichertes Klettern mit Kindern

Der Alpenverein gibt die Empfehlung, dass mit dem Toprope-Klettern ab dem 8. Lebensjahr begonnen werden kann- sofern das Kind k√∂rperlich gut entwickelt ist. Sp√§testens ab diesem Zeitpunkt- zumindest, wenn das Hobby regelm√§√üig ausge√ľbt wird- lohnt es sich, in eine funktionale Ausr√ľstung, bestehend aus Klettergurt, Kletterhelm, Kletterschuhen und einer f√ľr Kinder geeigneten Sicherung zu investieren. Der Spa√ü kann nat√ľrlich nur unter elterlicher Aufsicht stattfinden, aber trotzdem k√∂nnen Geschwister bereits untereinander das richtige Sichern √ľben. So k√∂nnen sie sicher sein, dass bei ihren Kindern jeder Handgriff sitzt und sie die Verantwortung f√ľreinander ernst nehmen. Ab dem 14. Lebensjahr k√∂nnen Kinder sich laut Alpenverein eigenst√§ndig sichern.

Kleines Mädchen beim Sportklettern
Kleines Mädchen beim Sportklettern

Klettersicherungen f√ľr Kinder

Wenn die Kids dann selber sichern d√ľrfen, kann es f√ľr das elterliche Sicherheitsgef√ľhl beruhigend sein, wenn keine dynamische Sicherung, sondern eine Halbautomatik verwendet wird, die im Ernstfall oder bei Unaufmerksamkeit Schlimmeres verhindert. Nat√ľrlich sollte die halbautomatische Sicherung m√∂glichst leicht und fehlerfrei zu bedienen sein. Die Kinder sollten alle Regeln zweifelsfrei beherrschen und wissen, wie sie einen Fall f√ľr ihren Kletterpartner sanfter gestalten k√∂nnen. Gut eignet sich unter den Halbautomatiken deshalb das Click UP. Es ist zwar etwas teurer, aber es ist extra f√ľr Anf√§nger konzipiert und l√§sst sich absolut intuitiv bedienen- ihr Kind kann quasi nichts falsch machen!

  • intuitiver Gebrauch
  • explizit f√ľr Anf√§nger
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Climbing Technology Click UP Foto

Kletterspaß mit Kindern

  • Petzl Kindergurt Macchu Foto
    • gut gepolstert
    • verstellbar f√ľr wachsende Kinder
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  • Petzl Kinderhelm Picchu Foto
    • f√ľr drei- bis achtj√§hrige Kinder
    • individuell einstellbar
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  • Boreal Ninja Jr. Foto
    • w√§chst √ľber zwei Gr√∂√üen mit
    • simpler Klettverschluss
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Die wichtigsten Klettertechniken

1

Vorwiegend aus den Beinen klettern!

Im Po und in den Beinen sitzen die gr√∂√üten und am st√§rksten ausgebildeten Muskelgruppen des menschlichen K√∂rpers. Logischerweise kann hier also die gr√∂√üte Kraft aufgebracht werden. Das bedeutet f√ľr Dein Klettern, dass Du die Kraft m√∂glichst aus den Beinen holen solltest. Die Arme sind zwar auch wichtig, allerdings sind sie eher f√ľrs Halten gemacht, w√§hrend Du Dich mit den Beinen aktiv hochdr√ľcken kannst.

Beinarbeit beim Klettern
Beinarbeit beim Klettern
2

Gewichtsverlagerung nutzen

Um Dich in der Vertikalen möglichst geschmeidig zu bewegen, solltest Du lernen, Dein Gewicht je nach Situation sinnvoll zu verteilen. Während Du Dich ausruhst, ist es sinnvoll, das Gewicht gleichmäßig auf beide Beine zu bringen und die Arme kaum zu belasten. So kannst Du Dich gut entspannen.

Beim aktiven Klettern ist es allerdings geschickter, das Gewicht auf ein Standbein zu verlagern, damit das andere frei ist um einen sauberen Schritt zum n√§chsten Trittpunkt zu machen. So wechselst Du die Belastungsphasen gleichm√§√üig ab und hast bei jedem Tritt die M√∂glichkeit, ein stabiles neues Standbein zu finden, aus dem Du Dich kraftvoll hochdr√ľcken kannst.

3

Vorderfuß belasten

Gerade bei Anfänger sieht man oft, dass der Mittelfuß aufgesetzt wird und dadurch der Fuß (und mit ihm das Bein) in aufgedrehter Position an der Wand steht. Aus dieser Position kannst Du nur schwer Kraft aufbringen, außerdem bist Du inflexibel in den Trittfolgen. Fortgeschrittene stehen daher immer auf den Zehen und Ballen. Sie greifen quasi nach den Trittpfeilern und sprechen die Unterschenkelmuskulatur vollumfänglicher an als das ein Kletterer auf dem Mittelfuß schaffen könnte. Am Anfang wird Dir noch die Kraft fehlen, die bildet sich allerdings durch das Training rasch aus. Umso wichtiger sind allerdings auch rutschfeste Kletterschuhe.

Fußtechnik beim Klettern
Fußtechnik beim Klettern
4

Körperschwerpunkt kontrollieren

Wenn Du schon einmal an einer kleinen Kletterwand gehangen hast, wird Dir aufgefallen sein, dass es umso schwieriger wird, sich zu halten, je weiter Po, H√ľfte und Bauch von der Wand entfernt sind. Der K√∂rperschwerpunkt liegt in der Mitte Deines K√∂rpers und sollte m√∂glichst flach an die Wand gebracht werden, um den Zug auf den Armen zu entlasten. Dadurch wird es au√üerdem leichter, sich nach oben zu dr√ľcken, weil Du nicht mehr ganz so stark die Zugkr√§fte nach au√üen ausgleichen musst.

Körperschwerpunkt in Wandnähe
Körperschwerpunkt in Wandnähe
5

Maßvoller Einsatz der Arme

Ein weiterer Fehler, den Anf√§nger gerne machen, ist die √úberbeanspruchung der Arme. Wie eben besprochen, sollte die Hauptarbeit beim Klettern von den Beinen erledigt werden. Die Arme unterst√ľtzen den Zug nach oben zwar, allerdings ist es nicht sinnvoll, die Arme in gebeugter Daueranspannung zu halten. Das wird auf Strecke verteilt zu anstrengend. Deshalb gilt: Die Arme immer sch√∂n lang machen, aus den Beinen hochdr√ľcken und lang nach dem n√§chsten Griff tasten. So kletterst Du kr√§fteschonend.

6

Rastpunkte nutzen

Wir haben es eben schon kurz bei der Gewichtsverlagerung angesprochen und im Sinnes eines kr√§fte√∂konomischen Kletterns ist es absolut sinnvoll, von der M√∂glichkeit Gebrauch zu machen: Rastpunkte. In fast jeder Kletterroute gibt es Stellen (mit einer deutlich kleineren Neigung als 90¬į), die zum kurzen Pausieren einladen. Je l√§nger Deine Expeditionen werden, desto ma√üvoller solltest Du mit Deinen Kr√§ften haushalten lernen. Verteile Dein Gewicht bei Raststellen deshalb gleichm√§√üig auf beide Beine, dr√ľcke Dich nah an die Wand und halte Dich mit den Armen locker fest. Nach einer kleinen Verschnaufpause kann es weitergehen.

Kurze Pause an der Kletterwand
Kurze Pause an der Kletterwand

Die wichtigsten Tipps beim Kauf einer Kletterausr√ľstung

  • Welche Kletterart willst du machen?

    In der Kletterhalle kannst Du verschiedene Spielarten ausprobieren. Teste ausgiebig alles aus und probiere die Ausr√ľstung vor Ort an, bevor Du Dich selbst auf den Weg ins Sportgesch√§ft machst. Je nach Kletterart brauchst Du unterschiedliche Ausr√ľstungsgegenst√§nde. Beim Bouldern brauchst Du z.B. bis auf die Schuhe √ľberhaupt kein Equipment, Sportklettern ist da deutlich aufwendiger.

  • Kletterschuhe

    Die ersten Kletterschuhe kaufst Du am besten im Fachhandel. Du solltest einige Modelle austesten und Dich damit kurz an die Kletterwand wagen, bevor Du sie kaufst. Wichtig ist, dass Du die Schuhe so schn√ľren kannst, dass sie l√ľckenlos am Fu√ü anliegen und Du einen guten Halt hast. Trotz der Enge sollten die Schuhe bequem sein, denn Du wirst einige Stunden in ihnen zubringen. Am Anfang braucht der Schuh √ľbrigens noch keine gro√üe Vorspannung, das wird erst im fortgeschrittenen Bereich interessant.

  • Klettergurt nach Zweck w√§hlen

    Bei Klettergurten gilt: je breiter, desto komfortabler. Wenn Du wei√üt, dass Du nicht nur drinnen, sondern auch ab und zu drau√üen √ľber einige Stunden klettern willst, dann solltest Du von Anfang an auf einen Gurt setzen, der auf Mehrseill√§ngenstrecken ausgelegt ist. Teste den Gurt am besten im Laden und schau, wie bequem er noch ist, wenn Du einige Minuten darin sitzt. Der Gurt sollte nichts abschn√ľren und gen√ľgend Platz f√ľr Dein restliches Equipment bieten. F√ľr reines Klettern in der Halle reicht auch ein sehr leichter, einfacher Klettergurt ohne viel Stauraum.

  • Funktionale Kleidung

    Am Anfang ist es noch nicht so wichtig, passende Kletterkleidung zu besitzen. Du kannst alles anziehen, was Dir viel Bewegungsfreiheit bietet und dabei nicht zu locker sitzt, um damit hängenzubleiben.

    Wenn Du Dich f√ľr funktionale Kleidung entscheidest, sollte sie sehr rei√üfest und atmungsaktiv sein. Die Knie sollten darin gen√ľgend Platz haben und am besten ist es, wenn die Hose keine st√∂renden Taschen hat, die unter dem Klettergurt dr√ľcken.

  • Sicherungsger√§te

    Kauf grunds√§tzlich erstmal die Sicherungsger√§te, die Du schon kennst und mit denen Du gut umgehen kannst. Nach und nach kannst Du auch neues ausprobieren, allerdings solltest Du Dir das Ger√§t von einem erfahreneren Kletterer erkl√§ren lassen und in gesch√ľtztem Rahmen damit √ľben.

  • Notwendiges Zubeh√∂r

    Das kannst Du Dir schon bald selbst kaufen, denn dabei kann man nicht viel falsch machen: der Magnesiumbeutel. Du brauchst ihn dringend, denn gerade am Anfang wird Du geh√∂rig schwitzen und abzurutschen drohen. Noch besser √ľbrigens sind chalk balls, sie machen nicht so viel Dreck.

Kletterausr√ľstungen f√ľr Einsteiger im Vergleich 05/2023

KletterartKlettersteig-Ausr√ľstungSportkletterausr√ľstungKlettersteigausr√ľstung
ProduktBlack Diamond
Momentum Package
LACD
Via Ferrata E8
Black Diamond
Momentum Package
Edelrid
Jester
Bild
Black Diamond Momentum Package Foto
LACD Via Ferrata E8 Foto
Black Diamond Momentum Package Foto
Edelrid Jester Foto
Modell f√ľr Herren oder DamenDamen-SetHerren-SetHerren-SetDamen-Set
Anzahl der Teile5 Teile3 Teile5 Teile2 Teile
Gewicht des Klettergurtes350g500g350g920g
Set Umfang Das ist im Klettern-Einsteigerset enthalten ...
Helm Helm Helm Helm Helm
Klettergurt Klettergurt Klettergurt Klettergurt Klettergurt
Sicherungsgerät Sicherungsgerät Sicherungsgerät Sicherungsgerät Sicherungsgerät
Klettersteigkarabiner Klettersteigkarabiner Klettersteigkarabiner Klettersteigkarabiner Klettersteigkarabiner
Chalk bag Chalk bag Chalk bag Chalk bag Chalk bag
Magnesium Magnesium Magnesium Magnesium Magnesium
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* Alle Preisangaben in Euro inkl. MwSt, ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitliche √Ąnderung der Preise m√∂glich. Zuletzt aktualisiert am 07.10.2020. Alle Angaben ohne Gew√§hr.

Alles, was Du √ľber das Klettern sonst noch wissen musst

Welche Muskeln werden beim Klettern beansprucht?

Klettern ist ein Ganzk√∂rpertraining, bei dem vor allem die Bein- und R√ľckenmuskulatur beansprucht wird. Vornehmlich aus den Oberschenkeln kommt die Kraft, der R√ľcken h√§lt die K√∂rperspannung. Durch das Hochdr√ľcken von kleinen Tritten wird auch die Wadenmuskulatur gefordert. Besonders stark werden neben den Oberarmen die Fingerbeugemuskeln trainiert, weil Du Dich auf eine ganz andere Art und Weise als im sonstigen Alltag festhalten musst. Du bekommst dadurch sehr starke Unterarme. Beim Hochziehen arbeiten nat√ľrlich auch die Brustmuskeln und die gesamte Bauchmuskulatur zur Stabilisation mit.

Wie lang sollte das Seil beim Klettern sein?

Das kommt drauf an, wo Du kletterst. In der Halle werden meist standardm√§√üig nur Einfachseile mit einem Durchmesser von 9,5 – 10,5mm verwendet. Bei der Auswahl solltest Du im Hinterkopf behalten, wie hoch die Kletterhalle ist und au√üerdem absch√§tzen, wie lang die aufwendigste Route mit all ihren Punkten zur Zwischensicherung ist. Der gr√∂√üere der beiden Werte plus gen√ľgend Spielraum f√ľr Knoten ergibt die Seill√§nge, die Du brauchst. Meist bist Du mit 50m absolut auf der sicheren Seite. Wenn Du immer in dieselbe Halle gehst, kannst Du auch das Personal vor Ort fragen.

F√ľr Strecken am Fels werden h√§ufiger Halb- oder Zwillingsseile verwendet. Da sie doppelt gebunden werden, m√ľssen sie entsprechend l√§nger sein, das sind sie allerdings ohnehin. Kalkuliere auch hier die H√∂he der zu bew√§ltigenden Strecke ein und dar√ľber hinaus etwaige Fels√ľberh√§nge oder Stellen, an denen einfach mehr Seil gebraucht wird. Meist kannst Du mit L√§ngen ab 70m rechnen. Informiere Die genau, denn eine Tour am Fels will gut vorbereitet sein.

Bedenke √ľbrigens von Anfang an, dass jedes deiner Kletterseile ein Sicherungsger√§t braucht, mit dem es kompatibel und sauber zu handhaben ist.

Wie dick muss ein Kletterseil sein?

Einfachseile sind in Durchmessern von 8,7 – 11mm zu haben. In der Halle werden oft Seile mit 9,5 – 10,5mm verwendet, sie sind besonders f√ľr Anf√§nger gut zu handeln. Beim Sturz dehnen sie sich 8-10% aus.

Halbseile sind schmaler, mit einem Durchmesser von 7,5 Р9mm gleiten sie viel schneller durch das Sicherungsgerät. Sie werden gerne auf Touren am Fels verwendet und dehnen sich beim Sturz bis zu 12% aus. Da sie oft doppelt gebunden verwendet werden, werden sie oft deutlich länger als Einfachseile gekauft.

Zwillingsseile sind mit einem Durchmesser ab 6,9mm die d√ľnnsten Seile, die es f√ľr den Klettersport gibt. Sie werden grunds√§tzlich doppelt gebunden und nur im alpinen Klettersport verwendet. Es ist allerdings wichtig zu beachten, dass sie an scharfen Kanten leichter rei√üen k√∂nnen als die dickeren Einfachseile. Beim Sturz dehnen sie sich mit 5 – 8% nur sehr wenig aus

F√ľr Outdoor-Touren sollten Seile unbedingt impr√§gniert sein.

 

Ab welchem Alter können Kinder klettern?

Kleine Babys fangen bereits an, herumzuklettern. Ab ca. drei Jahren k√∂nnen unter Aufsicht erste Versuche auf Spielpl√§tzen oder an niedrigen Kletterw√§nden gewagt werden. Wenn Kinder fr√ľh das Interesse entwickeln, gesichert zu klettern, k√∂nnen sie auch schon vor dem achten Lebensjahr mit einem H√ľftgurt und zus√§tzlichen Brustgurt mitgenommen werden. Der Brustgurt absolut notwendig, da kleine Kinder ansonsten im Fall hinten √ľberkippen. Der Rumpf ist l√§nger als beim Erwachsenen und bleibt nicht stabil in der Vertikalen. Ab acht Jahren k√∂nnen Kinder nur mit einem H√ľftgurt gesichert klettern gehen, das Sichern ist in dem Alter allerdings noch den Erwachsenen √ľberlassen.

Welches Sicherungsgerät eignet sich zum Klettern?

In Kletterhallen werden √ľberwiegend dynamische Sicherungen verwendet. Das hat den Grund, dass sie dem Sichernden die M√∂glichkeit geben, unkompliziert mehr Seil zu lassen, damit ein Sturz besonders weich ausf√§llt. Nachteil ist allerdings, dass der Sichernde absolut zuverl√§ssig sein muss und seine Hand unbedingt am Seil lassen sollte, damit es nicht durchrutscht. Unaufmerksamkeit ist bei dieser Sicherungstechnik fatal.

Halbautomatische Systeme haben eine Blockierfunktion- sobald zu viel Seil durchläuft, stoppt es automatisch. Dadurch kann der Fall etwas abrupter enden. Der sichernde Part sollte deshalb lernen, noch etwas mit dem Seil mitzugehen. Oft werden halbautomatische Systeme eher draußen am Fels und nicht in der Halle verwendet.

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