Einsteiger Golf + Die besten Tipps und Kaufberatung

Golf ist für jeden- so gelingt der Einstieg
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Unsere Tipps erleichtern Dir die Suche nach der passenden Einsteiger-Ausrüstung

  • maßgeschnittene Golfschläger, die zu Deinen Proportionen passen

  • für den Anfang: ein guter Driver, ein Fairwayholz, ein, zwei passende Eisen und einen Putter

  • Cartbag mit 14 Fächern, damit Du Deine Schlägersammlung bequem erweitern kannst

  • trainiere fleißig für Deine Platzerlaubnis und später für die Platzreife in ganz Deutschland


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Einstieg ins Golfen

Freunde beim Golftraining
Freunde beim Golftraining

Für wen ist Golf geeignet?

Golf kann im wahrsten Sinne des Wortes von der ganzen Familie gespielt werden, denn selbst ältere Menschen können in diesem Sport bemerkenswerte Leistungen erzielen. Es wird übrigens häufig unterschätzt, dass der Sport wegen seiner moderaten, aber dafür kontinuierlichen Bewegungen relativ anstrengend ist und dass ein Spiel über 18 Bahnen (mit einem Loch pro Bahn) einen ordentlich hohen Kalorienverbrauch anregt.

Ziel ist es, den Ball vom Abschlagspunkt aus mit möglichst wenigen Schlägen ins Zielloch zu befördern. Das Spiel fördert eine gute Haltung, Augenmaß und Treffgenauigkeit, denn es ist aufgrund der Landschaftsgestaltung der Anlage vornehmlich ein Geschicklichkeits- und Strategiespiel. Anders als früher gibt es heutzutage viele Golfanlagen, die auch für unerfahrene Privatspieler geöffnet sind und Kurse anbieten. Es gibt zwar immer noch eine Golf-Elite, aber Golf hat sich als ein Breitensport etabliert, den jeder machen kann.

Handicap-System

Das Handicap-System wurde entwickelt, um eine Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlich starken Spielern herstellen zu können. Das Handicap wird traditionell anhand von früheren Spielergebnissen errechnet und drückt aus, wie gut ein Spieler theoretisch spielen kann. Pro Platz gibt es eine Anzahl von vorgegebenen Schlägen, mit denen ein perfekter Spieler durchkommen können sollte. Man nennt sie Par (Professional Average Result). Meistens hat ein Platz mit 18 Löchern einen Par 72, denn es werden Bahnen á Par 3, Par 4 und Par 5 kombiniert.

Wenn nun ein Spieler einen Par 72-Platz mit 72 Schlägen beendet, hat er ein Handicap von 0. Man nennt so jemanden einen Scratch Golfer. Wer weniger Schläge braucht, beispielsweise nur 67, hat ein Handicap von +5. Deutlich mehr Schläge, z.B. 90, ergeben ein Handicap von -18. Umgangssprachlich wird das Minus oft weggelassen, weil nur wenige Spieler in den einstelligen Bereich vordringen, in dem die Unterscheidung relevant wird.

Platzerlaubnis bzw. Platzreife

Bevor Du anfangen kannst, wild drauf los zu spielen, musst Du Dir die Grundkenntnisse des Golfsports aneignen. In einem Anfängerkurs lernst Du nicht nur, wie Du richtig mit dem Schläger umgehst und durch die korrekte Körperhaltung einen präzisen, kräftigen Schlag entwickelst, sondern Du lernst auch, welche Regeln insgesamt auf einem Golfplatz herrschen. Es geht dabei nicht nur um den zügigen Spielfluss (damit niemand warten muss), sondern auch um Sicherheitsfragen, deshalb solltest Du die Regeln beherzigen.

Am Ende des Kurses beweist Du Deinem Trainer schließlich, dass Du richtig spielen kannst und erwirbst damit die Platzerlaubnis für den örtlichen Golfplatz. Eine Platzerlaubnis lässt sich nicht auf weitere Golfanlagen übertragen. Wenn Du deutschlandweit spielen können willst, musst Du die sogenannte Platzreife erlangen. Diese ist allerdings mit einem Handicap von 54 oder besser verbunden und braucht bestimmt 4 Wochen der Vorbereitung.

Aufbau eines Golfplatzes

Abschlag

Auf Englisch wird der Startpunkt einer Bahn auch Tee genannt und ist durch Abschlagskennzeichnungen markiert. Die Fläche ist rechteckig und meist ca. zwei Schlägerlängen breit und lang. Von hier wird der Golfball zum ersten Mal geschlagen. Der gleichnamige kleine Stift (Tee) von maximal 101,6 mm Länge darf genutzt werden, um den Golfball etwas höher zu positionieren. Das kann gerade für Anfänger hilfreich sein.

Abschlagplatz
Abschlagplatz

Fairway

Der Fairway macht mit einem Viertel der Gesamtfläche einen recht großen Teil des Golfplatzes aus. Gemeint ist der gesamte Bereich zwischen Abschlag und dem Green, auf dem sich das Zielloch befindet. Der Rasen wird hier jeden Tag auf eine Höhe von 8-12 mm gekürzt. Das Gebiet, das man semi-rough (etwas rau) nennt, wird nicht ganz so oft gemäht und begrenzt den Fairway von außen. Auf einfachen Bahnen ist der Fairway gerade angelegt, es können aber auch bis zu zwei Kurven eingebaut sein, die man doglegs nennt.

Bunker

Bunker sind traditionellerweise die Sandeinbuchtungen mitten auf dem Fairway, die strategisch gerne so platziert werden, das Spieler mit einem starken Schlag gefährdet sind, hineinzutreffen. Durch den schlüpfrigen Untergrund ist es schwieriger, den Golfball wieder herauszuschlagen. Gerade tiefe Bunker stellen eine echte Herausforderung dar. Es gibt vereinzelt auch grüne Bunker, aber die werden meistens als tief gelegter Fairway betrachtet.

Bunker
Bunker

Rough

Dieses Gelände, das auf Englisch rau genannt wird, ist so unwegsam, dass es quasi unmöglich ist, einen Ball darin wiederzufinden, geschweige denn vernünftig zu schlagen. Das Rough ist sozusagen der Sicherheitspuffer auf dem Platz und grenzt die unterschiedlichen Bahnen voneinander ab. So wird gleichzeitig verhindert, dass sich Spieler von unterschiedlichen Bahnen gegenseitig in die Quere kommen.

Wasserhindernis

Auf sehr vielen Golfplätzen findet man kleine Seen oder Bachläufe als Hindernisse. Die meisten guten Golfspieler versuchen, das Areal zu meiden, um ihren Ball nicht im Hindernis zu verlieren. Anders als im sehr rauen Gebiet ist hier der Versuch, die Bahn doch noch zu beenden, oft hoffnungslos. Dadurch eignen sich Wasserflächen aber auch prima zur Abgrenzung der Bahnen.

Wasserhindernis
Wasserhindernis

Regeln des klassischen Golf

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Punktestand beim Golf

Das Lochspiel wird auf Englisch match play genannt. Jedes einzelne der 18 Löcher ist ein eigener Wettkampf gegen die Mitspielenden. Es bekommt der einen Punkt, der auf einer Bahn die wenigsten Schläge bis zum Einlochen benötigt. Wer die meisten Löcher für sich entscheiden konnte, ist der Gewinner. Das alternative Zählspiel wird stroke play genannt. Alle Schläge, die ein Spieler im Verlauf der 18 Bahnen benötigt, werden addiert. Gewinner ist der Spieler mit den wenigsten Schlägen insgesamt.

Zuletzt gibt es noch die Zählweise nach Stableford. Dabei entscheidet das persönliche Handicap, wie viele Schläge man zum regulären Par einer Bahn hinzuzählen darf. Die Zählweise eignet sich für Gruppen, bei denen unterschiedlich starke Spieler zusammenkommen.

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Sicherheitsregeln

Es ist ganz wichtig, dass Du sowohl Deine eigene Sicherheit, als auch die Deiner Mitspieler oder anderer Gruppen im Blick hast. Regel Nr. 1 ist deshalb, nicht zu nah an einen Spieler heranzutreten, der gerade einen Ball spielt. Bevor Du selbst einen Ball schlägst, überzeugst Du Dich, dass alle außer Reichweite sind und niemand in der Ferne zu sehen ist, den Du treffen könntest. Im Ernstfall ist der Ausruf “Fore” eine international bekannte Warnung vor einem kommenden Ball.

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Regeln für den Abschlag

Der Golfball wird zwei Schlägerlängen hinter der vorderen Begrenzung des Abschlagplatzes auf ein Tee gesetzt. Er darf nicht einfach auf den Boden gelegt und gespielt werden. Du kannst Dich hinstellen, wo Du möchtest, aber der Ball muss innerhalb des Karrees liegen. Tut er das nicht, erhältst Du beim Zählspiel zwei Strafschläge. Wenn Du Deinen Fehler danach nicht korrigierst, wirst Du disqualifiziert. Beim Lochspiel wird der Fehler nicht bestraft, trotzdem solltest Du ihn korrigieren.

Golfball auf Tee
Golfball auf Tee
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Lokale Regeln

Der Scorekarte des Golfplatzes entnimmst Du alle wichtigen Regeln vor Ort. Dort ist eingezeichnet, welches Areal zu Deiner Bahn gehört, welche Hindernisse es gibt und wo das Abseits beginnt. Landet Dein Ball in der Nähe des Abseits oder Du bist unsicher, ob er noch spielbar ist, darfst Du maximal 5 Minuten nach ihm suchen. Vorher solltest Du allerdings gegen einen Strafschlag einen Ersatzball von demselben Punkt wie vorher spielen.

Wenn Du einen Ball (außer wenn er im Wasser liegt) für unspielbar erklärst, darfst Du einen neuen Ball auf der Linie vom unspielbaren Ball zum Loch droppen. Er darf allerdings nicht signifikant näher am Loch liegen, zwei Schlägerlängen sind das Maximum. Zum Droppen stellst Du Dich aufrecht hin und lässt den Ball aus Schulterhöhe fallen.

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Zügiges Spiel

Golfplätze bemühen sich, die Spielergruppen so anzuordnen, dass sie sich nicht in die Quere kommen. Damit alle drankommen können, ist es ein Gebot der Fairness, nicht zu trödeln, zügig zu spielen und nach dem Beenden eines Lochs direkt zur nächsten Bahn weiterzugehen. Damit ihr als Gruppe zusammenbleibt und gemeinsam spielen könnt, ist es üblich, dass sich die Reihenfolge der Spieler daran orientiert, wie weit der Ball vom Grün entfernt ist. Du erkennst Deinen Ball besser wieder, wenn Du ihn mit Deinen Initialen kennzeichnest. Merke: Pro Loch sind maximal 14 Schläge erlaubt. Derjenige mit der besten Schlagzahl darf am nächsten Loch mit dem Abschlag beginnen.

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Schutz des Golfplatzes

Der Ball sollte immer so gespielt werden, wie er liegt. Das bedeutet, dass keine Pflanzen verbogen oder entfernt werden dürfen, nur weil sie Dir im Weg sind. Wenn Dein Golfball im Bunker oder im Wasser landet, darfst Du weder seine Position verändern, noch die Bodenbeschaffenheit prüfen, bevor Du ihn herausschlägst. Im Übrigen muss der Ball immer geschlagen werden. Anstoßen, Löffeln oder Ähnliches geben beim Zählspiel zwei Strafschläge, beim Lochspiel ist das ganze Loch verloren.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Du den Rasen mit einer Pitchgabel ausbesserst, wenn Dein Ball an einer Stelle eine Auskerbung (Divots) hinterlassen hat. Auch der Bunker wird wieder in seinem Ursprungszustand versetzt, wenn Du fertig bist. Die Regeln sind auch in Deinem Interesse, denn schließlich möchtest Du ebenfalls einen gut spielbaren Platz vorfinden.

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Besonderheiten von Golfschlägern

Einsteiger fragen sich oft, wie sie herausfinden können, welche Schläger zu ihnen passen. Es gibt insgesamt um die zwanzig verschiedene Schläger, die entweder aus Holz oder Eisen bestehen und für spezielle Spielzüge konzipiert sind. Zusätzlich gibt es dieselben Varianten nochmal als Hybrid (Mischung aus Holz und Eisen). Die Frage, wie man sich da als Anfänger zurechtfinden soll, ist berechtigt, denn Du kannst nicht einfach drauflos kaufen.

Stattdessen solltest vorher Deinen Körper und Deinen Bewegungsablauf vermessen lassen. So wird sichergestellt, dass die Schläger zu Deinen Proportionen passen. Manche Spieler denken, es sei sinnvoller, erst später in gute Schläger zu investieren. Das ist so allerdings nicht ganz richtig, denn ein passender Schläger unterstützt Dich und hilft durch seine Korrektur, Deine Schlagtechnik immens zu verbessern. Später wirst Du feststellen, dass Du auch aus einem schlechten Schläger viel herausholen kannst- dann allerdings, weil Du die Technik schon sehr gut beherrschst.

Schaft und Griff

Der Griff wird auf den Schaft gesteckt und mit Doppelklebeband, sowie einem Lösungsmittel befestigt. Traditionell waren die Griffe mit Leder umwunden, heutzutage gibt es ganz unterschiedliche Bauweisen mit gummihaltigem Kunststoff. Einzig unverzichtbares Kriterium ist der einheitliche Durchmesser von maximal 44,45 mm.

Der Schaft des Golfschlägers wurde ehemals aus Hickory-Holz gefertigt, einem Ableger der Walnussbäume. Das wird heutzutage nicht mehr gemacht. Stattdessen bestehen Schäfte aus Stahl oder aus mit Graphit versetztem Kunststoff. Die Varianten aus Stahl geben eine deutliche Rückmeldung des Schlags an den Golfer, während die Graphitschäfte durch ihre Leichtigkeit stärker beschleunigt werden, aber dafür die Resonanz “schlucken”. Die Länge des Schafts variiert mit dem Schlägertypus und sollte sich an der Körpergröße des Golfers orientieren.

Schlägerkopf

Der Schlägerkopf ist die abgerundete Schlagfläche des Golfschlägers. Sie kann entweder aus Holz, Eisen oder einer Mischung aus beiden bestehen und besitzt Rillen, die man Grooves nennt. Die Rillen sollen dafür sorgen, dass der Golfball eine besser Rotationsgeschwindigkeit mit auf dem Weg bekommt. In Sandbunkern kann der Grip der Rillen aber auch hilfreich sein, um den Ball rauszuschlagen.

Lie-Winkel

Als Lie bezeichnet man den Winkel zwischen Schaft und der Unterkante des Schlägerkopfs. Ideal ist der Schläger, wenn die Unterkante möglichst horizontal zum Boden ausgerichtet ist. So wird der Golfball optimal von der Schlagfläche erfasst. Daraus folgt, dass der Winkel bei einem langen Schaft oft sehr klein ist. Kürzere Golfschläger, die vom Golfer mehr Neigung erfordern, besitzen entsprechend einen größeren Lie-Winkel.

Lie-Winkel
Lie-Winkel

Loft

Als Schlägerloft bezeichnet man die Neigung, die die Schlagfläche im Bezug auf die vertikal weiter gedachte Linie des Schafts besitzt. Der Loft dient dazu, Schrägen im Gelände auszugleichen oder um hohe Bälle zu schlagen, ohne die Schlagtechnik verändern zu müssen. Die Neigungswinkel reichen von 8-22° bei den Holzschlägern 1, 3, 5 und dem selten gebrauchten Holz 7. Die Eisenschläger 1-9 umfassen die Spanne von 15-44°, wobei die ersten drei kaum noch gebraucht oder benutzt werden. Hybride gibt es mit jedem erdenklichen Loft.

Um einen Schläger mit dem richtigen Loft auszuwählen, sollte man das Gelände gut analysiert und sich eine Strategie überlegt haben. Viele Profis haben dafür extra einen Berater (den Caddie) dabei. Für die einzelnen Spielsituationen gibt es speziell benannte Schläger, unter anderen den Pitching Wedge (+-47°) für einen langen Anschlag, den Sand Wedge (+-55°), der den Golfball aus Bunkern heraus befördert oder den Putter (+-3°) für ebene Untergründe.

Loft-Winkel
Loft-Winkel

Weitere Golfarten

Panorama eines Golfplatzes
Panorama eines Golfplatzes
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Schneegolf

Wie der Name schon sagt, wird dieser Golfsport nicht auf dem Rasen, sondern auf Bergen mit großen Schnee- bzw. Eisflächen in mehreren hundert Metern Höhe ausgetragen. Es gibt für Schneegolf und Eisgolf jeweils seit einigen Jahren eine eigene WM. Im Gegensatz zum regulären Golf wird das Green (Bereich um das Loch) hier White genannt und natürlich leuchten die Golfbälle in Neonfarben, damit sie in der Winterlandschaft nicht untergehen. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Bahnen mit 120-180 Meter Länge deutlich kürzer sind als beim klassischen Golf. Außerdem werden nur 9 Stück statt 18 davon vorbereitet. Die Kürze der Bahn hängt vor allem damit zusammen, dass die Bälle bei den kalten Temperaturen nicht so weit fliegen wie bei warmem Wetter. Ähnlich wie bei grünen Golfanlagen ist die Präparation der Schneegolfanlage allerdings sehr aufwendig, da die Fläche mehrfach gewalzt und vereist werden muss. Dafür gibt es wenigstens keine Hindernisse wie Seen, Bunker oder Ähnliches, die gepflegt sein wollen.

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Hickory-Golf

Hickory-Golf ist die historische Form des heutigen Golfspiels. Es wird mit Schlägern aus Hickory-Holz ausgetragen. Das Material stammt von einem Walnussgewächs und ist trotz seiner Härte so flexibel, dass die Hickories im Gegensatz zu heutigen Metallschlägern mitschwingen und dadurch die Elastizität des Schlags immens verbessern. Nichtsdestotrotz werden die Schläger heutzutage nicht mehr hergestellt, weshalb bei Turnieren Modelle verwendet werden, die vor 1935 produziert worden sind. Es gibt zudem eine geringere Auswahl an Schlägern. Ein Spieler muss mit sieben Varianten mit unterschiedlichem Neigungswinkel auskommen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Schlagtechnik mit einem Hickory deutlich präziser sein muss, da der Sweet Spot kleiner ist als bei modernen Schlägern.

Eine weitere Besonderheit ist, dass zu Hickory-Turnieren Kleidung aus der Kolonialzeit getragen wird, um ganz in das Gefühl des “alten Golfs” einzutauchen.

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Crossgolf

Bei Crossgolf handelt es sich um eine urbane Neuinterpretation des klassischen Golf. Es wird nicht auf den traditionellen Plätzen gespielt, sondern kann überall- im Stadtpark, auf ehemals industriellem Gelände oder an sonstigen spannenden Orten- stattfinden. Meist werden 9 Bahnen vor Ort festgelegt, die Länge kann dabei unterschiedlich ausfallen und auch der Schwierigkeitsgrad hat nicht immer mit der Länge, sondern vor allem mit den Hindernissen vor Ort zu tun. Die Regeln sind regional verschieden und werden ebenfalls zu Beginn verhandelt. Eigentlich kann man allerdings sagen, dass außer dem Leitsatz “Sicherheit geht vor” keine verbindlichen Regeln existieren. Durch das Spiel auf ungesichertem Gelände, wo mit unbeteiligten Menschen gerechnet werden muss, ist besondere Vorsicht geboten. Es gibt daher besonders weiche Golfbälle von AlmostGolf, die gern genutzt werden, weil sie niemanden versehentlich verletzen können. Dazu nehmen die meisten Crossgolfer nur zwei Schläger mit zu Turnieren. Üblicherweise werden Crossgolf-Turniere als Zählspiele ausgetragen.

4

Swingolf

Ähnlich wie Crossgolf eignet sich auch das Swingolf perfekt für den unkomplizierten Einstieg, weil das Regelwerk klein gehalten ist und die Ausrüstung vor Ort ausgeliehen werden kann. Du brauchst also erstmal nichts außer ein paar gute Freunde, einen Bollerwagen mit ausreichend Verpflegung und Neugier auf die Sache. Die Swingolf-Plätze nehmen nur einen Bruchteil der Fläche eines regulären Golfplatzes ein und werden weniger strikt zurecht geschnitten, sondern normal gemäht. Dadurch können und werden die Bahnen in regelmäßigen Abständen verlegt, um die einseitige Belastung des Bodens zu verhindern. Auch auf den Einsatz von Pestiziden, künstlicher Bewässerung oder pflegebedürftigen Grassamensorten wird verzichtet. Swingolf ist sozusagen die umweltfreundliche Freizeitvariante von richtigem Golf. Ein weiterer Unterschied zum traditionellen Golf ist der doppelt so große Swingolfball, der natürlich weniger schnell und nicht ganz so weit fliegt. Vergleichbar sind in beiden Varianten allerdings die Regeln zur Bahnenaufteilung, sowie die verwendeten Schläger.

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Pitch & Putt

Ganz besonders leicht fällt der Einstieg über diese vereinfachte Version des richtigen Golfs. Die Anzahl an Bahnen, sowie die verwendeten Bälle sind identisch. Allerdings gibt es nur Par-3-Löcher, die eine Länge von 120 m nicht überschreiten. Es sind nur drei Schläger zugelassen, einer davon muss natürlich der Putter sein. Ideal verläuft das Spiel, wenn der Ball über einen Pitch ins Grün befördert wird und mit nur einem einzigen Putt im Loch landet.

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Minigolf

Es mag wie eine reine Freizeitbeschäftigung erscheinen, dabei handelt es sich beim Minigolf ebenfalls um einen eingetragenen Präzisionssport, der in weltweiten Wettkämpfen ausgetragen wird. Im Gegensatz zum regulären Golf sind die Bahnen räumlich stärker eingegrenzt. Sie sind 1,25 m breit und maximal 12 m lang. Hinzu kommt, dass höchstens ein Schläger benutzt wird, der dem Putter ähnlich sieht, allerdings über eine Gummibeschichtung verfügt, um den Ball möglichst sanft in Bewegung zu setzen. Professionelle Spieler besitzen dafür hunderte von Bällen, die sich durch unterschiedliches Gewicht, Härtegrad, Oberflächenbeschaffenheit, sowie durch verschieden starkes Sprungverhalten auszeichnen. Zur Überwindung spezieller Hindernisse können die Eigenschaften des einen Balls vorteilhafter sein als die eines anderen.

7

Indoor Golf

Indoor Golf kann jede Spielart sein, die in Innenräumen durchgeführt wird. Man braucht dafür keine speziellen Schläger, die des normalen Golfspiels reichen aus. Auch dieselben Golfbälle werden verwendet. Die häufigste Indoor-Spielweise über Golfsimulatoren erfreut sich selbst bei vielen Privatleuten großer Beliebtheit, da das halb mechanisch, halb elektronische System zum Üben an Schlechtwettertagen genutzt werden kann. Der reale Schlag auf eine Leinwand bzw. ein Fangnetz wird mithilfe von 3D-Dual-Kamerasystemen, Infrarot, Ultraschall oder Radar aufgezeichnet. Der Computer berechnet, wie sich der Golfball auf einer größeren Strecke weiter verhalten würde. Das Bild der Golflandschaft und des fliegenden Balles wird innerhalb von Millisekunden komplettiert und auf eine Leinwand projiziert. So lässt sich das Spielgefühl eines echten Golfplatzes zumindest etwas nach Hause holen. Oft werden die Simulatoren zum Zeitvertreib auch in Hotels zur Verfügung gestellt.

Golfsportkleidung

Golfschuhe

Eins der wichtigsten Utensilien für Golf sind die Schuhe. Sie sollten bequem sein, damit Du lange darin gehen kannst, denn Du wirst auf den 18 Bahnen mehrere Kilometer zurücklegen. Die Schuhe möglichst schonend für den anfälligen Rasen sein, aber trotzdem einen leichten Grip besitzen. Je nach Untergrund kannst Du Schuhe mit oder ohne Spikes auswählen. Am besten kaufst Du Modelle, die explizit für Golfplätze ausgewiesen sind.

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Golfhandschuhe

Ein weiteres wichtiges Kleidungsstück sind die Handschuhe, denn sie verhindern ein Abrutschen am Schläger und erinnern daran, den Schläger korrekt zu umfassen. Ein falsch gehaltener Schläger ist oft das größte Problem neuer Spieler, da die Schlagfläche nicht sauber getroffen wird.

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Sonnenschutz

Da Du einige Stunden auf dem Platz verbringen wirst, solltest Du einen Sonnenschutz mitnehmen. Er sieht nicht nur sportlich aus, sondern hilft Dir, selbst bei gleißendem Sonnenschein gut zu sehen und präzise zu spielen. Halboffene Modelle verhindern schwitzen und erlauben den Damen, die Haare zurückzubinden.

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Golfkleider

Bei Damen sehr beliebt sind Golfkleider. Schlichte Modell können sicherlich auch mal außerhalb des Platzes getragen werden, wenn etwas formellere Kleidung angezeigt ist. Für den Sommer sind sie jedenfalls die perfekten Begleiter auf dem Grün. Alternativen sind kurze Hosen oder Skorts- Röcke, die üblicherweise beim Golf getragen werden.

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Golfhosen

Im Frühjahr oder späten Herbst sind lange Golfhosen sinnvoll. Es gibt dünne Varianten, aber auch welche mit Thermostoff, sodass die 18 Bahnen auch bei kalten Temperaturen kein Problem sind. Wichtig: Kauf Dir bequeme und locker sitzende Hosen, mit denen Du angenehm spielen kannst.

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Poloshirt

Traditionellerweise werden auf dem Golfplatz gern Polohemden getragen und da gibt es einige ganz schicke Modelle, in denen Du sicher eine gute Figur machen wirst. Für den Sommer eignen sich natürlich kurze Ärmel, in der kalten Jahreszeit kannst Du ein langes Poloshirt prima mit einer Weste kombinieren. So angezogen hast Du alle Bewegungsfreiheit, ohne frieren zu müssen.

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Golfweste

Sie kam eben schon zur Sprache: die Weste. Sie sieht nicht nur gut aus, sondern wärmt alle relevanten Körperteile, ohne Deine Bewegungsfreiheit einzuschränken. Das Schöne an Golfkleidung ist doch, dass Du sie auch außerhalb prima tragen kannst, man sieht ihnen nicht so stark an, dass sie Sportklamotten sind.

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Das solltest Du beim Kauf Deiner Golfausrüstung bedenken

  • Passende Schläger

    Damit Du Freude am Sport hast und die Technik von Anfang an ordentlich trainierst, solltest Du wert auf passende Golfschläger legen. Es ist wichtig, dass sie zu Deinen Proportionen passen. Bei einem Fitting wird Dein Stand, Deine Armlänge und Deine Schlaghaltung analysiert. Daraus lässt sich ein perfekt passender Schläger konzipieren, der nicht zu lang oder zu kurz ist, einen passenden Schwerpunkt besitzt und (zumindest für den Anfang) Deine technischen Fehler etwas ausgleicht.

  • Cartbag

    Kauf Dir von vornherein eine genügend große Golftasche, in der 14 Schläger gemütlich Platz finden. Am Anfang hast Du zwar nur wenige Schläger, aber nach und nach wird sich Deine Sammlung an Hölzern und Eisen erweitern und dann brauchst Du entsprechend Platz. 14 Schläger sind das Maximum, das mit auf einen Platz genommen werden darf. Bedenke, dass Du auch genügend Bälle und Tees verstauen können solltest.

  • Nicht zu viele Schläger kaufen

    Es reicht, am Anfang drei oder vier passende Schläger zu besitzen. Mehr brauchst Du eigentlich nicht, die spielerischen Unterschiede werden Dir anfangs kaum auffallen. Deshalb reicht es, einen Driver für den Abschlag zu holen (Holzschläger mit großer Schlagfläche) und ein Fairwayholz für lange Schläge über den Rasen. Dazu eignen sich ein, zwei Eisen mit mittlerem Loft. Wenn Du noch nicht viel Kraft hast, solltest Du Eisen zwischen 1 und 5 wählen, die Deinen Schwung unterstützen. Wenn du weit, aber unpräzise schlägst, brauchst Du ein Sand Wedge, um verschossene Bälle wieder zu holen. Ein Putter gehört ebenso zur Grundausstattung.

  • Zubehör

    Natürlich brauchst Du eigene Golfbälle. Von ihnen kannst Du Dir gerade zu Beginn einen kleinen Vorrat anlegen, denn Anfänger verschießen oft ihre Bälle und finden sie nicht mehr wieder. Nimm außerdem immer einen wasserfesten Marker mit auf den Platz, damit Du die Bälle mit Deinen Initialen beschriften kannst. Im Zweifelsfall lassen sich die Bälle mehrere Mitspieler sonst nicht mehr unterscheiden. Ein weiteres Teil, das Du brauchst, ist das Tee. Es wird nicht nur für den Abschlag benötigt, sondern kann Dir auch helfen, Deinen Griff am Schläger zu verbessern.

Die besten Einsteiger-Komplettsets für Golf im Vergleich 09/2020

AusrüstungEinsteiger-KomplettsetEinsteiger-KomplettsetEinsteiger-Komplettset
ProduktSpalding
True Black
Kenton
True Black
Komperdell
Ikarus
Bild
Spalding True Black Foto
Kenton True Black Foto
Komperdell Ikarus Foto
Material GraphitGraphitGraphit
Fehlertoleranz
großer sweet spot
Set Umfang Das ist im Golf-Einsteigerset enthalten ...
Cartbag Cartbag Cartbag Cartbag
Anzahl Headcover 3 Stück Anzahl Headcover 2 Stück Anzahl Headcover 3 Stück Anzahl Headcover
Driver Driver Driver Driver
Fairwayholz Fairwayholz Fairwayholz Fairwayholz
Fairway-Hybrid Fairway-Hybrid Fairway-Hybrid Fairway-Hybrid
Anzahl Eisen 5 Stück Anzahl Eisen 4 Stück Anzahl Eisen 6 Stück Anzahl Eisen
großes Eisen-Hybrid großes Eisen-Hybrid großes Eisen-Hybrid großes Eisen-Hybrid
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Weitere Infos zum Golf

Wo wurde Golf erfunden?

Allgemeinhin liest man, dass das Golfen in Schottland erfunden worden sei. Allerdings gibt es bereits seit der Antike (und weit über europäische Grenzen hinaus) zahlreiche Sportarten, die mit Schlägern und Bällen gespielt wurden und als Vorläufer für den heutigen Sport gedient haben mögen. Neben dem Golf haben sich so auch ähnliche Sportarten wie Hockey, Croquet, Billiard und Baseball entwickelt.

Etymologisch nahe liegen Spielbezeichnungen wie die des belgischen Colven, das holländische Colf oder der französische Begriff Chole. Alle Begriffe könnten auf den lateinischen Begriff clava (der Knüppel) zurückgehen, gesichert ist die Theorie aber nicht. Fest steht nur, dass der Sport im 16. Jahrhundert im vereinigten Schottland und England einen allgemeinen Aufschwung erlebte und sich seitdem über Europa ausbreitete. Die Regeln sind seitdem in ihren Grundzügen ähnlich geblieben, kleinere regionale Unterschiede gab es dennoch.

Wie lernt man Golf spielen?

Wenn Du es mit dem Golfspiel ernst meinst und die Erlaubnis erhalten willst, einen Platz zu nutzen, solltest Du einen Übungskurs bei einem Golflehrer besuchen. Er oder sie wird Dir zeigen, wie man richtig steht, wie der Schläger gehalten werden muss, damit man den Ball nicht verreißt und wie Du weiter und vor allem präziser triffst. Nach einigen Übungsstunden wirst Du bereit sein, um die Platzerlaubnis abgenommen zu bekommen. Dafür wird auch etwas theoretisches Wissen abgefragt, denn neben den ganzen Golfregeln ist natürlich am wichtigsten, dass auf dem Platz niemand aus Versehen verletzt wird.

Wofür verwendet man die verschiedenen Schläger beim Golf?

Die Holzschläger werden immer dann verwendet, wenn abgeschlagen wird oder wenn große Strecken zu überwinden sind. Die große Schlagfläche gibt dem Golfball mehr Momentum mit als ein Eisenschläger. Mit einem Driver können bis zu 250 m überwunden werden. Bei Amateuren hängt die Weite natürlich vom Können ab. Die Eisenschläger 1-9 haben eine deutlich kleinere Schlagfläche, allerdings sind sie dafür präziser in der Ballführung. Sie erfordern auch eine genauere Schlagtechnik. Während das Eisen 1 bei einem Profi noch 230 m überwindet, sind es beim Eisen 9 nur noch 130 m. Die Weite wird schrittweise mit jedem Eisen geringer. Das Wissen darum kann aber helfen, möglichst passgenaue Schläger auszuwählen und sich strategisch geschickt ans Grün heranzutasten. Die Wedges sind dafür gedacht, aus Bunkern herauszukommen oder andere Hindernisse zu überspielen. Ein Pitching Wedge schafft 120 m, ein Lob bzw. Sand Wedge nur zwischen 70 und 90 m.

Wer darf als erstes abschlagen?

Am 1. Tee schlägt der Spieler zuerst ab, der das niedrigste Handicap hat, denn Fairness geht vor. Danach schlagen alle weiteren Spieler ab. Bis zur Beendigung einer Bahn entscheidet die Nähe des Golfballs zum Loch über den nächsten Spieler, sodass niemand zurückgelassen werden muss oder die Gruppe umständlich hin und herläuft. Bei den weiteren Bahnen darf der Spieler zuerst abschlagen, der beim letzten Loch die wenigsten Schläge benötigt hat.

Was bedeuten die Farbmarkierungen an den Abschlagsplätzen?

Grundsätzlich hat jeder Golfplatz einen roten und einen gelben Abschlagsplatz. Sie werden auch vorderer bzw. hinterer Standardabschlag genannt. Damen schlagen vom vorderen, dem roten Abschlag ab, Herren vom gelben, der hinten liegt. So wird eine faire Vergleichbarkeit von Herren und Damen gewährleistet. Sofern es keinen grün markierten Junior Tee gibt, schlagen auch Mädchen und Jungem vom vorderen Abschlag ab. Alternativ gibt es auch noch den orangenen vorderen Abschlag, den blauen mittleren Abschlag, einen weißen hinteren Abschlag und den schwarzen Meisterschaftsabschlag. Natürlich können Damen auch vom Abschlag, der normalerweise den Herren vorbehalten wird, spielen. Nur der weiße und schwarze Abschlag sind tatsächlich nur für Herren gedacht, da sie viel Kraft erfordern. Die wenigsten Amateure können sie sinnvollerweise spielen.

Bilderquellen: © ARochau , © alexsokolov , © xavier , - Fotolia.com / Adobe Stock
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